Schwarzwild 2022/23

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Freitag Abend, starker Wind aber endlich wieder Zeit und kein Frost.
In der Wiese starke Schäden, normalerweise Pirsch, heute Ansitz an der Wiesenkirrung.
Gegen 23.00 h höre ich im Bestand Sauen, langsam ziehen diese auf die Wiese zu.
3 Überläufer, der schwächste zieht auf die Wiese und beginnt zu brechen, 2 bleiben im Bestand. Schlechter Winkel vom Sitz, kein Schuss möglich.
Nach 10 min ziehen die 3 auf ein Plateau oberhalb der Kirrung, diese wird ignoriert.
Nach einer gefühlten Ewigkeit steht ein ÜL breit vor der Waldkante, sauber in der Optik
der Finger reagiert von alleine.
Die 3 gehen nach oben in den Wald ab, ich packe zusammen gehe zum Auto und rufe meinen Jagdkameraden an der auch draußen ist, wir treffen uns am Sitz.
Oberhalb vom Anschuss leuchtet etwas im Wald, für mein Gefühl ziemlich stark.
Angesprochen mit der Cyclops350 habe ich den Überläufer auf 40-50 kg.
Kein Schweiß am Anschuss, wir gehen Richtung der Wärmesignatur und stehen vor einem strammen Überläufer, aufgebrochen 64 kg.
 

ballistic_tip

Moderator
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Ich wollte nur raus um den Kopf frei zu bekommen von den Dingen die mich leider in den vergangenen Tagen beschäftigt haben.
Um 2000 Uhr trafen wir uns, mein Jagdfreund der mir diese wunderbare Gelegenheit gibt, und ich. Auf Grund des gerade sehr starken Regens sitzen wir noch eine Weile im Auto um unterhalten uns, überlegen ob wir überhaupt raus gehen oder was wir machen.
Wir setzen uns zusammen an die Stelle an der ich vergangenen Woche eine Rotte drei Stunden im Nachbarrevier beobachtet habe, die Sauen aber nicht über die Grenze wechselten.
Auf Grund der Witterung müssen wir ca 600 - 700m zu Fuß Richtung Kirrung.
Mein Jagdfreund ist bis dato noch ohne Technik unterwegs und stapft munter und zügig vor mir durch die quatschnasse Wiese, ich spekuliere mal in den Wald links von uns und sehe schon bald einige Wärmequellen welche sich schnell als die Bekannte Rotte identifizieren lassen. Eine Bache mit 8 Frischlingen, 4 Überläufern und einem weiteren bis dato nicht sicher angesprochenem stärkeren Stück.
Scheinbar haben sie etwas mitbekommen, sind aber unschlüssig. Die Bache mit den Frili steht weit im Bestand, drei Überläufer und die stärkere Sau bummeln am nahen Gartenzaun (verlassenes Grundstück), die Tendenz geht in unsere Richtung.
Zwischenzeitlich habe ich meinen Freund mit der WBG Beobachtungstechnik bestückt, den Schießstock in Position gebracht und das Vorsatzgerät aktiviert. Ich beobachte die vier durch ZF und kann schon bald deutlich die Klötze des stärkeren Stückes erkennen.
Kurze Absprache und die Info das ich schieße sobald der Erste breit und frei steht, es ist der Basse und mit Treffer vor dem Blatt läßt die 7x57R aus der K95 die Sau im Schuss zusammensacken. Das Nosler Partition hat Wiedereinmal hervorragend gewirkt.
Ich hätte noch die Möglichkeit für einen der ÜL gehabt, ließ die Sauen aber ziehen. Es müssen nicht immer mehrere Stücke sein.
Waidmannsheil und Waidmannsdank.
B.T.
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Und weil sie sich immer so über den Erfolg bei Nachsuchen freut, hier ein Bild von gestern früh.

Ich hatte Nachtschicht 🚑... um 06:05 Uhr klingelt das Handy "Bist du zufällig daheim? Nein bin ich nicht, was gibt's? Hab ne Sau beschossen. Viel Schweiß. Finde sie aber nicht. Okay, 07:30 Uhr bin ich da."

Gesagt getan. 07:40 den Hund angesetzt und los gings. Rein ins Gebälk... Wahnsinn wo die Schweine überall durchpassen...

Nach 400m stehen wir vor einem Brombeerverhau... okay, da steckt sie wohl drin. Laut Schütze etwa 20kg. Das schafft der Hund.


Schweißriemen ab und schon gings rund.


Gott sei Dank war es möglich die Brombeeren etwas zum umgehen. In der Mitte war eine kahle Stelle, dort stellte mein Hund den Frischling. Bei diesem Schuss wusste ich wieder warum ich mich mit meinem Hund bis zur VGP und durch diverse Gatter gekämpft habe 💪


Ich konnte Josie vom Frischling abrufen, bin ausser Schussfeld gegangen und der Schütze durfte seinen Fangschuss selbst antragen.

Für den restlichen Tag waren wir irgendwie beide ziemlich k.o.
Aber glücklich!

Habe gegen Mittag dann festgestellt, dass mir ne fette Dorne im Kopf in der Geheimratsecke steckt 😅 Memo an mich selbst: nächstes Mal Helm auf ☝

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K2

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Sehr gut gelöst, den Hund durch Abrufen aus der Gefahrenzone zu bringen. Leider mußte ich bereits erleben, daß der stellende Terrier von einem Splitter des Fangschußes im 90 Gradwinkel vor der Sau getötet wurde.
 
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Sehr gut gelöst, den Hund durch Abrufen aus der Gefahrenzone zu bringen. Leider mußte ich bereits erleben, daß der stellende Terrier von einem Splitter des Fangschußes im 90 Gradwinkel vor der Sau getötet wurde.

Ich hab dem Schützen die Wahl gelassen, hatte das Messer ja dabei... aber da sich meine Josie sehr gut abrufen lässt, war das mit dem Fangschuss kein Problem.

Dem Hund noch mehr Gefahren auszusetzen, wird mir nicht passieren. Mir reicht das Aujetzkyrisiko bereits 😪
 
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Frischlingskeiler 22 kg. Um 1 gesessen, Knacken 10 vor 2, um 2 stand er breit und lag kurz danach im Knall. Schnell & billig in.30-06 hat wieder einmal hervorragend funktioniert.
 

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Ich beteilige mich auch mal wieder, vielleicht die letzte Sau in diesem Faden, Ende der Woche gibt's ja einen Neuen:
Die Rotte kam gestern Abend gegen 22 Uhr, 5 Bachen mit einem Haufen Frischlinge. Die Keilerchen, die noch vor Wochen dabei waren, fehlten. Wahrscheinlich abgebissen. Eine kleine Bache führt nicht, deutlich zu sehen. Und ganz interessant: im Bestand zieht ein Keiler nahe der Rotte. Kommt kurz raus, sichert, zieht zurück. Ich warte. Dann steht auch er an der Kirrung, nimmt aber keinen Fraß, sondern "sondiert" nur die Bachen. Dann will er weiter ziehen, was die.308 mit Möllers "Flitzer" auf gute 60m verhindert, er liegt im "Knall". Die Rotte tritt, im Wärmebild gut anzusprechen, den langsamen und geordneten Rückzug an.
Als alles ruhig ist, gehe ich zum Stück und weiß: ich werde eine Verladehilfe brauchen. Bis der Freund da ist, habe ich das Stück versorgt. Er stinkt nicht und die Schwarte kam auch gleich noch runter. Bratwurst gesichert, knappe 84kg zog er frisch. Und ja, er liegt auf der falschen Seite. Was die Stücke sich manchmal beim Zusammenbrechen alles erlauben...IMG_20230326_231409.jpg
 
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Hallo,
werter @tommy-lee, noch ist der März nicht rum ;-)

Die Sauen sind schlau und umlaufen den Sitz sehr oft... trotzdem ein super Platz. Wir glauben, sie kommen früh. Ich war diese Jahr schon 10 mal da, mind. 2 mal mit Anblick ohne Erfolg.
Gestern hatte ich dann Zeit und sass schon um 20:00 auf dem Sitz. Die Böcke treiben fleissig. Irgendwann geht mir der Podcast auf den Keks und ich versuche ein Nickerchen zu machen... eine Rotte würde mich schon beim Anwechseln aufwecken...
Aber gegen 21:30 erschreckt mich das schlabbern einer Sau an der Kirrung. Ein Keilerchen von knapp 40 kg steht perfekt vor mir im rechten Winkel. Pinsel kann man erahnen, bin mir aber nicht 100 % sicher. Dann bleibt der Finger halt gerade. Einzelne Sauen um die Jahreszeit in der Ecke des Waldes können auch Sauen mit Fischlingen im Kessel sein, Einstände gibt es da genug. Aber die Klötze sind von der Seite sichtbar... er geht einen Schritt nach vorne - ja das ist der Pinsel. Meine Blaser CDC 7 *64 bleifrei findet ihren Weg, die Kammer ist sauber getroffen, trotzdem geht er noch fast 100 meter, schweisst aber aus allen Rohren. Ein Durchschuss; am Anschuss finde ich ein Stück von der Rippe und bin im ersten Moment erschrocken... aber das ist dann doch sicher Lungenschweiss. Das Stück Wald dort ist mir eher fremd, deswegen bin ich froh, dass ich den Weg bei fieser Dunkelheit sofort finde.
23:15 bin ich wieder auf der Couch.
Waidmannheil.
Peter
 
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Ich lass sie jetzt laufen, keine Lust mehr. Es wären Sauen da, aber die Wahrscheinlichkeit einer Verwertbarkeit um diese Jahreszeit liegt unter 50% bei uns wegen der Cäsium Belastung. Dann mach ich lieber Platz im Tiefkühltruhe für die Rehe im Mai.
 
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Horrido zusammen,

ich hatte einen, halbwegs, zufriedenstellenden Abschluß vom Jagdjahr...

Habe mich heute (bzw. gestern) wieder mal auf die "andere Seite" vom Revier angesetzt. Wenn schon auf "meiner Seite" seit Monaten keine Sau aufgetaucht ist, konnte es ja nur besser werden....

Als ich um ca. 20:30 auf den Erdsitz an einem Acker gegangen bin, hat es noch nicht geregnet. Die Voraussagen waren aber, das es regnet. Immer im Hinterkopf, das mein Auto dasselbe Problem hat wie ich. Es ist nicht ganz dicht :)
Siehe dazu auch "Frust und Ärger" / #284
Aber seit wann können Meteriologen das Wetter vorhersagen....

Ab 21 Uhr hats dann geregnet :(
OK, "Sauwetter ist Sau Wetter".... Hoffendlich bleibt mein Auto innen trocken....

Die Rehe hats gefreut. Sind doch mehrere Sprünge zu je 5 Stück mit der WBK sichtbar gewesen. Aber sonst halt nix "in Reichweite"...

Gegen 22 Uhr hab ich mir dann, vor lauter Langweile, ne Kippe angesteckt...

Plötzlich denke ich. da hat sich doch was in ca. 40 Meter bewegt:unsure:

Also die Kippe in den Ascher (hab ich immer dabei, kanns nicht leiden, wenn die Kippen überall rum liegen) und WBK vors Auge...
Oha, zwei Sauen. So ca. 30 - 40 KG. Keine Frischlinge zu sehen..

Also das FN 455 an.
"Licht" ist ja in Hessen Pfui. Aber es hat gereicht, um die beiden ins Absehen zu bekommen.

Aber so ein schwarz - weiß - Bild ist ja nicht soooo toll. Also nochmals mit der WBK geschaut...

Um Klötze zu sehen, waren die beiden erst zu Spitz für mich. Aber auch, wie sie Breit standen, konnte ich nichts sehen. Also keine (angesoffenen) Striche oder Klötze.

Also habe ich mir die kleinere, der beiden ausgesucht und gegen 22:10 fliegen lassen.
Das hat sie mit einem kurzen quiecken und schlägeln quitiert.

Die Zigarette war noch halb da. Da habe ich mir den "Stumpen" angesteckt und mit der Waffe im Anschlag fertig geraucht. Es blieb dabei, die Sau war "Mausetot" :)

Der "schwierige Part" war dann die Bergung. Da der Acker in einem Hang ist, hat meine "Raucherlunge" ganz schön "gepfiffen", bis ich die Sau am Weg hatte. Irgendwie kamen mir die 150 Meter deutlich länger vor :) Auch war der Boden "schwer". Also komplett matschig, das ich, fast, mehrmals das Rad geschlagen hätte....

Fürs Protokoll:
FriLi - Bache, 30 KG aufgebrochen, nicht führend oder innehabend
8x57 Geco Teilmantel (Restbestände; komme grade nicht zum WL wegen Familiensituation), auf ca. 40 Meter aus ner "Coustom" Büchse. Sau lag am Platz.

So ne feiste Sau habe ich seit 2016 nicht mehr gesehen. Die hatte fast 2 daumenbreit Feist.

Aber ich bin froh, überhaupt mal wieder eine Sau (in dem Fall sogar zwei), gesehen zu haben. Die meisten Ansitze im Jagdjahr 2022 waren ohne Anblick von Sauen....
Oder ich kam nicht dran...

Leider habe ich je eine Rippe getroffen. Aber die Entwertung war, für mich, ok! Da musste ich schon mehr weg schärfen....

Morgen (neues Jagdjahr) werde ich mich an den selben Acker setzen. Nur auf nen anderen Sitz...

RedNose
 

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