9mm gegen annehmende Sauen ausreichend?

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@.358Win
9mm VM-Ogival aus 08 mit schmutzbedingter Ladehemmung, geführt in der klassischen Pistolenverwahrtasche? Oder aus einer moderneren Dienstpistole mit Schlagbolzenschloss, 20-Schussmagazin und OR, geführt im Safariland-Tiefziehholster?
Alles wichtige Details für die interessierten Jungjäger…
Dabei hat ja die 08 eine super Handlage und der Abzug ist auch nicht verkehrt.
Unser Jagdaufseher führte diese bis in die späten 80er - hat er dann ersetzt durch eine Cz-75.

PS:
Eine größere Schramme am Bein findet man eigentlich bei jedem NSF, der das lang genug macht - und das obwohl die zu 99,9% nur Lw führen. Mit 9mm Kw will daher praktisch keiner losziehen - nutzlos in den Augen der meisten.
 
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Und hier fehlt auch wieder der Kontext. Hat die 9mm nicht gereicht, weil:
a. nicht schnell genung zur Hand
b. zu stark, um sauber zu treffen
c. falsches Geschoss
d. nicht beeindruckend genug
e. ...
Usw, die weiteren möglichen Fragen sind hier, so denke ich, schon auf den ersten 100 Seiten mal angeschnitten worden.

Wenn ich Sarkasmus extra markieren muss, war er wohl noch nicht schwarz genug.
Nun gut Sig Sauer 226 9mm Para 4 Schuss, Entfernug 6m bis Schinbein 3 Treffer auf dem vorderen Drittel 1 auf der Denkschublade. Speer Golddot. Einbrechend Dämmerung im Tann.
Es mag jeder die 9 Para auf der Nachsuche befürworten oder ablenen mir Wurscht. Für mich ist das aus meiner bescheidenen Erfahrung heraus nicht geeignet.
Wenn ich noch Nachsuche hab ich etwas anderes dabei.
 
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Die Super Hohlspitzmuition ist oft nicht erste Wahl für Fangschussmuition.
Die Kurzfassung:
- Die „Law Enforcement“ Munition ist konzipiert für den
A) Polizeieinsatz
B) gegen Menschen
C) im Urbanen, also mit potentielle unbeteiligten Menschen

Bevor z.B. das NYPD solche Munition nutzte und noch VM verwendete, hatten sie jede Jahr 10-15 verletzte Unbeteiligte, die hinter dem Ziel oder hinter einer Wand hinter dem Ziel standen.
Nicht nur die bessere Stoppwirkung war Grund für den Wechsel, sondern auch die verletzen unbeteiligten.

Aus diesem Grund gibt es bei FBI einen Test, den potentielle Duty-Munition bestehen muss*. Viele Polizeibehörden betreiben nicht selbst den Aufwand, sondern übernehmen die Ergebnisse vom FBI.
Dabei werden verschieden Zielmedien beschossen, z.B. eine Windschutzscheibe.
Danach müssen die Geschosse noch eine mindest-Eindringtiefe in die Gelatine haben.
Aber: sie dürfen auch nur eine Maximale Eindringtiefe haben. Und diese orientiert sich nicht an einem Wildschwein, sondern an einen menschlichen Ziel.

Dieser Test zielt nämlich auch darauf ab, dass der Mantel sich z.B. in der Windschutzscheibe nicht löst, und der Kern wie ein VM bis auf weiteres weiterfliegt. Das wird oft vergessen.
Ein einfaches TM aus 357 Mag würde vlt. den Mantel verlieren und der Kern fliegt weiter. Für den FBI Test ein nogo. Bei einem Wildschwein prima.

Beim Action 1 der deutschen Polizei ist es auch so. Auch da wird mit der maximalen Eindringtiefe geworben.

*natürlich wollen die Hersteller, dass ihre self-defense Munition den Test besteht, weil sie einen Behördenauftrag wollen. Oder wenigsten, dass die guten Testergebnisse kommuniziert werden.

PS: bevor jetzt ein Klugscheißer kommt: ja, ich weiß, dass Speer Gold Dot auch als Jagdmunition genutzt wird. Aber nicht die in 9mm Para werden als solche beworben.
 
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