Auswahl Jagdhunde / Fehler und Problemhunde

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anonym

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Es mag Auswüchse geben, aber davor schützen auch Prüfungen etc nicht.

Wieviel mehr ist ein offener Markt die Chance sich zu beweisen. Protektionismus schadet letztlich allen mehr.

Die leidige JGHV/ Prüfungsdiskussion möchte ich hier nicht wieder führen.
Wer eine gute Jagd bietet, kann sich die Hunde aussuchen und hat das beste am Start. Die anderen müssen halt rudern.

Quid pro quo
 
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Wenn in einigen wenigen Revieren, nicht genügend geeignete Hunde vorhanden sind, dann wäre das nicht weiter tragisch. Wenn in vielen Revieren, aber gute Hunde fehlen und teilweise sogar jedwede Hundearbeit nicht existent ist, dann ist das die Abschaffung der Jagd durch die Hintertür. Das hat auch nichts mit JGHV oder Nicht-JGHV zu tun, sondern mit der Einstellung aller Hundeleute vor Ort.
 
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Sehr interessant das Ganze! Erstmal danke für die ganzen Infos, die ich aus Euren kleinen Raufereien ziehen durfte. Leider ist aus meinem Plan den Kurs vom JHV Olpe zu besuchen noch nix geworden... Aber das hole ich nach. Es gibt viele Dinge, die zu beachten sind, aber das schreckt mich jetzt mal noch nicht davon ab einen Hund zu führen. Aber wie gesagt, das hat noch Zeit... ;)
 
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anonym

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Wenn in einigen wenigen Revieren, nicht genügend geeignete Hunde vorhanden sind, dann wäre das nicht weiter tragisch. Wenn in vielen Revieren, aber gute Hunde fehlen und teilweise sogar jedwede Hundearbeit nicht existent ist, dann ist das die Abschaffung der Jagd durch die Hintertür. Das hat auch nichts mit JGHV oder Nicht-JGHV zu tun, sondern mit der Einstellung aller Hundeleute vor Ort.
Eine einfache Geschichte: Ein FOA setzt auf Ausschließlichkeitskriterien in strammer Linientreue und schmiert damit irgendwann ab. Da man aber Jahre auf seine vermeintliche Premiumstellung und Vereinsnähe vertraut hat, versteht man nicht ein gutes Verhältnis zu den neuen HF aufzubauen. Einige kommen, andere lassen erstmal andere testen und sind sich als Versuchskaninchen zu schade. HF kennen sich. Die einen gehen nicht mehr hin, die anderen lernen aus deren Übungen und dritte zählen eins und zwei zusammen und verzichten auch.Tja ne is klar.
 
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Eine einfache Geschichte: Ein FOA setzt auf Ausschließlichkeitskriterien in strammer Linientreue und schmiert damit irgendwann ab. Da man aber Jahre auf seine vermeintliche Premiumstellung und Vereinsnähe vertraut hat, versteht man nicht ein gutes Verhältnis zu den neuen HF aufzubauen. Einige kommen, andere lassen erstmal andere testen und sind sich als Versuchskaninchen zu schade. HF kennen sich. Die einen gehen nicht mehr hin, die anderen lernen aus deren Übungen und dritte zählen eins und zwei zusammen und verzichten auch.Tja ne is klar.

Ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, daß wir Hundeführer Werkzeug für die Jagd sein müssen! Wir ermöglichen das saubere Jagen! Wenn die Hundegeschichte zum Selbstzweck mutiert und man sich nur mit züchten, ausbilden, prüfen und Hunde teuer verkaufen beschäftigt, aber in den Revieren nicht zur Jagd beiträgt und durch unser Tun Revierinhaber und Jäger von der Nützlichkeit der Hundearbeit überzeugen, dann läuft etwas gewaltig schief. Und da ist es egal ob oder welchem Verein der Hundeführer angehört.
 
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Gelöschtes Mitglied 9073

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Genau das ist die Abschaffung der Jagd durch die Hintertür und viele der Jagdscheininhaber merken es nicht einmal. Jagd ohne geeigneten Hund ist Schund und sehr oft auch Aasjägerei! Ich krieg das in meinen kleinen Kopf auch nicht rein, wie das bei dem Angebot an Hunderassen, Züchtern, Ausbildern, einem gar nicht mal so schlechtem Prüfungswesen, den Landesjagdverbänden und dem JGHV passieren kann. Es kann echt nur daran liegen, daß die Hundegeschichte für viele Züchter, Richter und Verbände zum Selbstzweck verkommen ist und nicht mehr als ein Werkzeug und Dienstleistung für waidgerechtes Jagen!

In Zeiten, in denen die wenigsten Jäger einen Hund führen, rückt das altbekannte Hundewesen naturgemäß immer weiter in den Hintergrund. Probleme und Skandale gab es im Hundewesen immer, aber die starke Klammer " Jagd ohne Hund = Schund" bügelte einiges aus. Beim heutigen sinkenden Anteil beruflich Beschäftigter mit Hund in den Revieren und steigender Anzahl von Freizeit- und Gelegenheitsjäger ist einfach immer weniger Substanz und Basis da. Dazu noch eine steigende Anzahl von geprüften Hunden deren HF aus verschiedenen Gründen nicht bereit sind mit dem Hund ein jagdliches Risiko einzugehen. Mit Statistikhunden jagt es sich schlecht.

Jagdhornbläser gibts auch immer weniger. Alles hat seine Zeit und Veränderung. Man muss sie nur erkennen und sich nicht selbst mit Beschwörungen auf Linie halten. Ein engagierter HF mit ausländischer Rasse ist mir auf Jagd jedenfalls lieber als ein Vereinsmeier dessen preisgekrönter Hund wegen seiner traurigen Kinder nicht laufen kann.
 
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Wenn die Hundegeschichte zum Selbstzweck mutiert und man sich nur mit züchten, ausbilden, prüfen und Hunde teuer verkaufen beschäftigt, aber in den Revieren nicht zur Jagd beiträgt

Wie hoch schätzt du den Anteil diesen Typs Jäger ? Ich kenne nur eine solche Person, getroffen bei einem Seminar, kommt aus der Sporthundeszene und bildet nun Anfänger mit ihren Jagdhunden aus. Ihr Hund jagt nicht weil sie Angst hat es könnte ihm etwas passieren, hat aber brav alle Prüfungen absolviert.

Zieht sich das deiner Meinung nach durch alle Rassen oder ist es eher ein Vorsteher Problem ?

Da ich keine Prüfungen als Zuschauer besuche treffe ich solche Menschen natürlich nicht.
 
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Ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, daß wir Hundeführer Werkzeug für die Jagd sein müssen! Wir ermöglichen das saubere Jagen! Wenn die Hundegeschichte zum Selbstzweck mutiert und man sich nur mit züchten, ausbilden, prüfen und Hunde teuer verkaufen beschäftigt, aber in den Revieren nicht zur Jagd beiträgt und durch unser Tun Revierinhaber und Jäger von der Nützlichkeit der Hundearbeit überzeugen, dann läuft etwas gewaltig schief. Und da ist es egal ob oder welchem Verein der Hundeführer angehört.

Mag ja alles vorkommen. Ändert aber nix an der Ausgangsproblematik.
Mit normalen Menschenverstand ist das Opfer an Zeit und Eingebundenheit kaum zu rechtfertigen, das hoch engagierte HF bringen. Vom aufgewendeten Geld könnte man leicht eine Jagd pachten. Wenn dann noch rumgetackert wird, sollen sie sich andere suchen oder selber bellen. Bessere werden sie kaum finden.:biggrin:
 
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Mag ja alles vorkommen. Ändert aber nix an der Ausgangsproblematik.
Mit normalen Menschenverstand ist das Opfer an Zeit und Eingebundenheit kaum zu rechtfertigen, das hoch engagierte HF bringen. Vom aufgewendeten Geld könnte man leicht eine Jagd pachten. Wenn dann noch rumgetackert wird, sollen sie sich andere suchen oder selber bellen. Bessere werden sie kaum finden.:biggrin:

Wir brauchen trotzdem genügend Hundeführer, die Beständern und anderen Hundeführer zeigen, wie man mit unseren Hunden jagt und was man alles bewegen kann. Das darf nicht beim ausbilden und Prüfungen führen stehen bleiben! Wir müssen die PS in den Revieren bei den verschiedensten Arbeiten an den Boden kriegen! Bis zu den Prüfungen kriegen wir relativ viele Hundeführer, aber lwir kriegen nur zuwenige Hundeführer dazu, voll umfänglich in den Revieren jagdlich zu arbeiten! Aber nur das weckt letztendlich ein ernsthaftes Interesse bei Beständern und Nachwuchshundeführern an der Hundendearbeit.
 
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Wir brauchen trotzdem genügend Hundeführer, die Beständern und anderen Hundeführer zeigen, wie man mit unseren Hunden jagt und was man alles bewegen kann. Das darf nicht beim ausbilden und Prüfungen führen stehen bleiben! Wir müssen die PS in den Revieren bei den verschiedensten Arbeiten an den Boden kriegen! Bis zu den Prüfungen kriegen wir relativ viele Hundeführer, aber lwir kriegen nur zuwenige Hundeführer dazu, voll umfänglich in den Revieren jagdlich zu arbeiten! Aber nur das weckt letztendlich ein ernsthaftes Interesse bei Beständern und Nachwuchshundeführern an der Hundendearbeit.

Woran liegt es denn deiner Meinung, dass die PS nicht an den Boden kommen.
Es gibt schon immer mal wieder Ausfallerscheinungen, meistens regelt sich das schnell, aber wir jagen häufig in Spitzenteams. Viele Reviere lernen dazu, gut man muss sich vielleicht mal Zeit nehmen und miteinander reden.

Die Verhinderung guter Hunde auf der Jagd ist doch dieser ganze snobistische Verbandskram. Ich habe das oben bsph. beschrieben.

Die guten Jagden haben auch gute Hunde, und gute Hunde können sich vor Einladungen kaum retten. Dieses Tralafitti hier um den Pattendale ist doch wieder ein beredtes Beispiel.
Ebenso das hier schon breit diskutierte Zucht- und Prüfungsgeschäft.

Mein aktueller GM hat vor der VJP 29 Saujagden gemacht und zwar mit erfahrenen Hunden und mir zusammen. Meinst Du der braucht noch nen Gatter oder irgendeinen anderen Firlefanz. Es laufen lauter Theoretiker rum, die alles besser wissen. Die prägen HF, kaspern in Verbänden rum, labern statt zu jagen und verstecken sich hinter Statuten, die ihnen auch noch als Kompensation fehlenden Könnens und Drangsalierung nicht stromlinienförmiger dienen.
 
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Dazu noch eine steigende Anzahl von geprüften Hunden deren HF aus verschiedenen Gründen nicht bereit sind mit dem Hund ein jagdliches Risiko einzugehen. Mit Statistikhunden jagt es sich schlecht.
.

Vor zwei Jahren hat mich ein Bekannter angerufen ob ich Zeit hätte für einen schnellen Maiseinsatz in einem Revier in dem er einen Begehungsschein hat. Eine Stunde Anfahrt ist jetzt nicht gerade um die Ecke aber was solls. Am Maisfeld standen schon etliche SUV’s mit Hundebox im Kofferraum und ich dachte mit geballter Kraft wird das heute was werden. Als ich dann bei der Vorbesprechung vorschlug, dass ich mit meinen Wuzis seitlich in den Mais gehe und die Anderen ihre Hunde vom Waldrand aus schnallen war es auf einmal ganz still und der Beständer hat lapidar festgestellt, dass ihm seine beiden Apenländischen für sowas zu schade sind !?!?
Gruss mcmilan
 
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Gelöschtes Mitglied 15848

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In den Revieren ist der Hundemangel schon sehr deutlich, aber solange die Trachtentruppe noch tanzt ist alles gut. In Zukunft wird wohl der bezahlte Hundedienstleister zunehmend agieren.
 
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anonym

Guest
Wer ist die Trachtentruppe?

Ich kann mich nur wiederholen, wenn man verlässlich plant und HF vernünftig behandelt, damit meine ich explizit kein Geld, das macht alles noch schlimmer, hat man auch gute Hunde.
 
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In Zukunft wird wohl der bezahlte Hundedienstleister zunehmend agieren.

Das ist auf den größeren Jagden hier schon standart. Zum Hundegeld kriegen manche auch KM Geld für die Anfahrt.
Das deckt zwar keine Kosten. Aber wenn der Hund sich seine Weste abarbeiten kann ist doch gut.

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In den Revieren ist der Hundemangel schon sehr deutlich, aber solange die Trachtentruppe noch tanzt ist alles gut. In Zukunft wird wohl der bezahlte Hundedienstleister zunehmend agieren.

Was verstehst Du unter einem bezahlten Hundedienstleister. Jemand der am Ende des Jagdtages etwas Fahrgeld und eine kleine Aufwandsentschädigung aus dem Hut bekommt oder jemand der das Betriebswirtschaftlich durchgerechnet hat und eine offizielle Rechnung stellt….. wobei ich bezweifle, dass ein Durschnittsrevier bereit wäre einen sauber kalkulierten Preis für einen Hundeeinsatz zu berappen.
Gruss mcmilan
 

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