Westfalenterrier

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Der Brustumfang ist zuchtrelevant für DJT. Wie wir gerade gehört haben, kann man nur damit die Bautauglichkeit langfristig sicherstellen. Also wie jetzt?

Der Brustumfang beim DJT geht laut Standart bis 52 cm. Damit passt der hund auch nicht ordentlich in einen Fuchsbau. UND die Hunde sind normalerweise relativ jung wenn der gemessen wird, Da kommen gerne nochmal 2-4cm drauf.

Um mal die Nimrod Seite zu zitieren, das optimal beim BU liegt zwischen 35-40 cm maximum ist 45-48 cm.

Der DJT soll laut Standart zwischen 33 und 40 cm hoch sein und der BU 10-12 cm mehr als die Höhe. Damit wird der Standart dann eher zum Gegnteil von form follows funktion im Sinne der Baujagd. Man könnte soweit gehen zu sagen das die Optimalgröße durch den Standart eher ausgeschlossen ist.

Zu dem anderen Thema #88, ja diese Hunde brauchen wir dringend. Es liegt mir fern das zu bestreiten und ich finde es absolut richtig das die Terrier diese Lücke mit anderen Rassen zusammen füllen.

Alles was ich kritisiere ist das dieser Trend dazu führt das die Hunde ihre körperliche Eignung für die Baujagd verlieren. Das ist weder nötig ( da steuerbar über ZZL) noch sinnvoll imho.

Die Arbeit im Bau mit der an Schwarzwild zu vergleichen halte ich für....gewagt. Besonders intelligent muss der Hund nicht sein um die Sauen im Gatter zu finden und zum laufen zu bringen.
 
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Der Brustumfang beim DJT geht laut Standart bis 52 cm. Damit passt der hund auch nicht ordentlich in einen Fuchsbau. UND die Hunde sind normalerweise relativ jung wenn der gemessen wird, Da kommen gerne nochmal 2-4cm drauf.

Um mal die Nimrod Seite zu zitieren, das optimal beim BU liegt zwischen 35-40 cm maximum ist 45-48 cm.

Der DJT soll laut Standart zwischen 33 und 40 cm hoch sein und der BU 10-12 cm mehr als die Höhe. Damit wird der Standart dann eher zum Gegnteil von form follows funktion im Sinne der Baujagd. Man könnte soweit gehen zu sagen das die Optimalgröße durch den Standart eher ausgeschlossen ist.

Zu dem anderen Thema #88, ja diese Hunde brauchen wir dringend. Es liegt mir fern das zu bestreiten und ich finde es absolut richtig das die Terrier diese Lücke mit anderen Rassen zusammen füllen.

Alles was ich kritisiere ist das dieser Trend dazu führt das die Hunde ihre körperliche Eignung für die Baujagd verlieren. Das ist weder nötig ( da steuerbar über ZZL) noch sinnvoll imho.

Die Arbeit im Bau mit der an Schwarzwild zu vergleichen halte ich für....gewagt. Besonders intelligent muss der Hund nicht sein um die Sauen im Gatter zu finden und zum laufen zu bringen.

So einfach ist es leider nicht.

Als ich meinen im Alter von 8 Wochen vom Züchter holte, war er so groß, wie seine Wurfbrüder, die Mutter und Großmutter waren beide von kleinem Schlag. Er wuchs auf 52 BU und 39,5 cm Höhe, die Brüder liegen darunter - deutlich.

Auf Schweiß sehr gut, scharf an Sauen und am Fuchs, aber Bauarbeit nein. Schade, ist aber so. Darum ist die kontrollierte oder Verbands-begleitete Zucht aber trotzdem gut und unentbehrlich - siehe z.B. das nahezu vollständige Eliminieren der LL beim DJT. Oder die feine Nase, an der die anderen Terrierrassen noch lange werden arbeiten müssen.

Gruß,

Mbogo
 
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Mitglied 21386

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So einfach ist es leider nicht.

Als ich meinen im Alter von 8 Wochen vom Züchter holte, war er so groß, wie seine Wurfbrüder, die Mutter und Großmutter waren beide von kleinem Schlag. Er wuchs auf 52 BU und 39,5 cm Höhe, die Brüder liegen darunter - deutlich.

Auf Schweiß sehr gut, scharf an Sauen und am Fuchs, aber Bauarbeit nein. Schade, ist aber so. Darum ist die kontrollierte oder Verbands-begleitete Zucht aber trotzdem gut und unentbehrlich - siehe z.B. das nahezu vollständige Eliminieren der LL beim DJT. Oder die feine Nase, an der die anderen Terrierrassen noch lange werden arbeiten müssen.

Gruß,

Mbogo


Absolut sinnvoll, das mit dem Thema Verbandszucht stelle ich garnicht in Frage.

Mein thema hier ist ja folgendes an dem Beispiel,
Dein Hund ist damit damit eben immernoch im Standart, bedeutet könnte in die Zucht gehen, und ob das bei einer Terrier-Rasse wirklich Sinn macht, das ist aus meiner Sicht schon eine wesentliche Frage.
 
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Das heißt ja nicht,

dass er seine Größe vererbt. Und: Baujagd ist für mich nur eine mögliche Einsatzart für meinen DJT; er apportiert, macht Schweißarbeit und ich lasse ihn auch selten stöbern auf DJ (um die Fährtenarbeit nicht leiden zu lassen). Außerdem ist er ein super Wildanzeiger beim Ansitz.

Gruß,

Mbogo
 
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So einfach ist es leider nicht.

Als ich meinen im Alter von 8 Wochen vom Züchter holte, war er so groß, wie seine Wurfbrüder, die Mutter und Großmutter waren beide von kleinem Schlag. Er wuchs auf 52 BU und 39,5 cm Höhe, die Brüder liegen darunter - deutlich.

Auf Schweiß sehr gut, scharf an Sauen und am Fuchs, aber Bauarbeit nein. Schade, ist aber so. Darum ist die kontrollierte oder Verbands-begleitete Zucht aber trotzdem gut und unentbehrlich - siehe z.B. das nahezu vollständige Eliminieren der LL beim DJT. Oder die feine Nase, an der die anderen Terrierrassen noch lange werden arbeiten müssen.

Gruß,

Mbogo


@Mbogo, das ist doch letztlich gar nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist, dass sich ein Welpenkäufer nicht "sicher" sein kann, was er für ein Exemplar nun bekommt.
Wenn Du nun einen Hund primär oder sogar ausschließlich für die Baujagd gesucht hättest, wärst Du der Gekniffene gewesen.

Hunde jenseits des Standards sind bei anderen Aufgabenbereichen wurscht; der grenzwertige BU sogar INNERHALB des Standards schließt aber ein elementares Arbeitsfeld der Rasse an sich letztlich vollkommen aus. Hier kann man den "nicht-mehr-Baujäger" aber nicht einmal deswegen aus der Zucht nehmen, man könnte ihn höchstens im Formwert an die unterst mögliche Formwertschwelle "verbannen".

Damit vergrätzt man sich als Zuchtverein einen Teil seiner potentiellen Welpenkäufer und verschiebt mittel- bis langfristig tatsächlich den Einsatzbereich...
 
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Gelöschtes Mitglied 3063

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Der Brustumfang beim DJT geht laut Standart bis 52 cm. Damit passt der hund auch nicht ordentlich in einen Fuchsbau. UND die Hunde sind normalerweise relativ jung wenn der gemessen wird, Da kommen gerne nochmal 2-4cm drauf.

Um mal die Nimrod Seite zu zitieren, das optimal beim BU liegt zwischen 35-40 cm maximum ist 45-48 cm.

Der DJT soll laut Standart zwischen 33 und 40 cm hoch sein und der BU 10-12 cm mehr als die Höhe. Damit wird der Standart dann eher zum Gegnteil von form follows funktion im Sinne der Baujagd. Man könnte soweit gehen zu sagen das die Optimalgröße durch den Standart eher ausgeschlossen ist.

Zu dem anderen Thema #88, ja diese Hunde brauchen wir dringend. Es liegt mir fern das zu bestreiten und ich finde es absolut richtig das die Terrier diese Lücke mit anderen Rassen zusammen füllen.

Alles was ich kritisiere ist das dieser Trend dazu führt das die Hunde ihre körperliche Eignung für die Baujagd verlieren. Das ist weder nötig ( da steuerbar über ZZL) noch sinnvoll imho.
Alles richtig, was du sagst, aber wir müssen eines bedenken: Genauso wie der deutsche Vorsteher im Vergleich zu den englischen Spezialisten nur einen Kompromiss darstellen, so sollen die "deutschen" Terrier auch im Wesentlichen vielseitige Jagdgebrauchshunde sein sollen, welche neben der Arbeit am Schwarzwild Apportiere, im Wasser arbeiten und nachsuchen können sollen. Da haben etwas kräftigere Tiere klar vorteile. Wie Du schon sagtest: Die Briten sagen alles über 13inch ist zu groß. damit stellen die unteren Standard-Grenzen das Maximum dar, mit was ein Engländer auf Fuchs jagen will. Es ist also vom Standard mit abgedeckt. Es gibt heute aber ganz viele, die Ihren Hund nicht zur Baujagd verwenden wollen, ja sogar die Prüfung am Bau verweigern. Deiner puristischen Ansicht nach sind diese Leute mit einem Terrier dann falsch beraten. Soll man die alle aus dem Terrierlager schmeißen? Beim Standard des WT ist die Größe nach unten immerhin 1cm niedriger als beim DJT, und m.W. ist sogar ein Zenti untergröße noch kein Zuchtausschluss, so dass doch das Signal abgegeben wird, dass kleine Hunde durchaus erwünscht sind.
Da find ich es wesentlich verwerflicher, wenn ausgesprochene Spezialisten wie der Patterdale, der mangels Laut, Stöberanlage und oft auch Spurwille und Nasengüte eigentlich nix anderes kann und soll außer die Arbeit im Naturbau heute oftmals kräftiger daherkommen als manch stattlicher DJT...da ist nix von Spannbarkeit und den legendären idealen "11inch", welche bei den Briten verbreitet ist...
Ich kannte einen sehr guten Bauhund mit 41cm SH und 54BU... der hatte seine Grenzen, da aber in der Praxis (zumindest da wo ich überall gejagt hab) die meisten Bauten vom Dachs gegraben sind, kam der in der Regel auch zum erfolg. Nicht ganz so elegant, wie meine alte 32cm-Hündin mit 44 BU, aber in der Summe der Arbeiten doch ähnlich erfolgreich.
Die Arbeit im Bau mit der an Schwarzwild zu vergleichen halte ich für....gewagt. Besonders intelligent muss der Hund nicht sein um die Sauen im Gatter zu finden und zum laufen zu bringen.
Das muss er aber erst recht nicht sein, um den Schliefenfuchs aus dem Rundkessel zu drücken.

In der Praxis gibt es bei beiden sehr geschickte und sehr törichte Exemplare

Zu guter letzt verweise ich auf den letzten Satz meines Postings davor... ;-)
 
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@Mbogo, das ist doch letztlich gar nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist, dass sich ein Welpenkäufer nicht "sicher" sein kann, was er für ein Exemplar nun bekommt.
Wenn Du nun einen Hund primär oder sogar ausschließlich für die Baujagd gesucht hättest, wärst Du der Gekniffene gewesen.

Hunde jenseits des Standards sind bei anderen Aufgabenbereichen wurscht; der grenzwertige BU sogar INNERHALB des Standards schließt aber ein elementares Arbeitsfeld der Rasse an sich letztlich vollkommen aus. Hier kann man den "nicht-mehr-Baujäger" aber nicht einmal deswegen aus der Zucht nehmen, man könnte ihn höchstens im Formwert an die unterst mögliche Formwertschwelle "verbannen".

Damit vergrätzt man sich als Zuchtverein einen Teil seiner potentiellen Welpenkäufer und verschiebt mittel- bis langfristig tatsächlich den Einsatzbereich...

Wenn ich einen DJT

rein für die Baujagd gesucht hätte, hätte ich mich über den Verband schlau gemacht, wo es eine entsprechend kleine Linie gibt, bei der die Wahrscheinlichkeit groß ist, einen entsprechend kleinen Vertreter zu finden.

Aus meiner Sicht ist es bei Bauarbeit wichtiger, einen Flieger zu bekommen, als einen Packer oder Raufbold, aber ohne Raubwildschärfe geht es auch nicht, also muss ich entweder auf Glück bei der Auswahl hoffen oder einen Verbandszüchter haben, der reproduzierbar nachgewiesen überdurchschnittlich oft die gewünschten Eigenschaften erzielt. Mühselige Recherche, nehme ich an. Aber ich benötige halt einen Allrounder in der Größe, keinen Spezialisten (mir fehlt die entsprechend dimensionierte Portokasse, um ein halbes Dutzend Gamekeeper zu unterhalten, von denen jeder 2 oder 3 Spezialisten für mich bereithält ;) ).

Deshalb ist mir ein kleiner Hund mit Charakter wichtig, auch wenn es ein verdorbener Charakter ist.

Gruß,

Mbogo
 
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Mitglied 21386

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Alles richtig, was du sagst, aber wir müssen eines bedenken: Genauso wie der deutsche Vorsteher im Vergleich zu den englischen Spezialisten nur einen Kompromiss darstellen, so sollen die "deutschen" Terrier auch im Wesentlichen vielseitige Jagdgebrauchshunde sein sollen, welche neben der Arbeit am Schwarzwild Apportiere, im Wasser arbeiten und nachsuchen können sollen. Da haben etwas kräftigere Tiere klar vorteile.

Die Vorteile von 3/4/5/6 cm Brustumfang sind wenn man ehrlich ist minimal wenn überhaupt vorhanden. Die kleineren der DJT/FT/etc schaffen die Prüfungen und auch die praktische Arbeit ja auch ohne weiteres. Ob der Terrier nun 40 oder 50 cm Brustumfang hat wirst du ihm beim stöbern, nachsuchen oder apportieren nicht ansehen. Die Hundegröße ist für die Arbeit am Schwarzwild auch nun wirklich nicht so entscheidend sonst würde man wohl bei den Stöberhunden nur Bracken und Wachtel oder Vorstehhunde sehen und keinen einzigen Terrier. Schlimmstenfalls kann er den Altfuchs oder den 20sten ausgewachsenen Hasen über 500m am selben tag nicht so gut apportieren, aber seien wir mal ehrlich. Das muss der Terrier auch so gut wie nie.

Wie Du schon sagtest: Die Briten sagen alles über 13inch ist zu groß. damit stellen die unteren Standard-Grenzen das Maximum dar, mit was ein Engländer auf Fuchs jagen will. Es ist also vom Standard mit abgedeckt. Es gibt heute aber ganz viele, die Ihren Hund nicht zur Baujagd verwenden wollen, ja sogar die Prüfung am Bau verweigern. Deiner puristischen Ansicht nach sind diese Leute mit einem Terrier dann falsch beraten. Soll man die alle aus dem Terrierlager schmeißen? Beim Standard des WT ist die Größe nach unten immerhin 1cm niedriger als beim DJT, und m.W. ist sogar ein Zenti untergröße noch kein Zuchtausschluss, so dass doch das Signal abgegeben wird, dass kleine Hunde durchaus erwünscht sind.


Was der Terrier aber können sollte, ob der Führer ihn nun bei der Bauarbeit einarbeitet oder nicht, ist dem Fuchs im Bau auszuweichen um Verletzungen zu vermeiden. Die Wahrscheinlichkeit das ein Terrier ausversehen einschlieft ist deutlich größer als das er die gesamte Strecke einer Treibjagd apportieren muss. Man nimmt den Hund nicht den Arbeitswillen durch die große Brust sondern nur das können.

Und nein, diese Leute sind nicht falsch beraten, ich würde jedem der einen Allrounder oder Hund zum stöbern sucht raten sich im Terrierlager umzusehen, Ich bin ein großer Fan dieser Hunde, egal ob schwarz, braun oder weiß mit Flecken. Ich bin nur der Meinung das ein Hund der als Terrier zur Zucht verwendet werden soll auch in einen Bau passen sollte.



Da find ich es wesentlich verwerflicher, wenn ausgesprochene Spezialisten wie der Patterdale, der mangels Laut, Stöberanlage und oft auch Spurwille und Nasengüte eigentlich nix anderes kann und soll außer die Arbeit im Naturbau heute oftmals kräftiger daherkommen als manch stattlicher DJT...da ist nix von Spannbarkeit und den legendären idealen "11inch", welche bei den Briten verbreitet ist...

Ja ist so, aber ein anderes Thema ;)

Ich kannte einen sehr guten Bauhund mit 41cm SH und 54BU... der hatte seine Grenzen, da aber in der Praxis (zumindest da wo ich überall gejagt hab) die meisten Bauten vom Dachs gegraben sind, kam der in der Regel auch zum erfolg. Nicht ganz so elegant, wie meine alte 32cm-Hündin mit 44 BU, aber in der Summe der Arbeiten doch ähnlich erfolgreich.

ich hab selber eine FT mit knapp 50er BU. Ja es geht, aber es ist nicht gut. Grade im Fuchs Naturbau.

Das muss er aber erst recht nicht sein, um den Schliefenfuchs aus dem Rundkessel zu drücken.

Nein, NaturLKZ sind da schon deutlich aussagekräftiger aber besser man sieht den Hund selbst arbeiten.

In der Praxis gibt es bei beiden sehr geschickte und sehr törichte Exemplare

Zu guter letzt verweise ich auf den letzten Satz meines Postings davor... ;-)

Ja da ist sicher was dran ;)
 
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Das Hauptproblem mit der Bautauglichkeit, sprich dem BU, ist dass es fast unmöglich ist, eine Rasse, die sich immer mehr vergrößert hat bzgl. des Bu wieder zurück zu züchten. Weil man die Breite an kleinen Hunden nicht mehr hat und die Variabilität zu groß ist.
Meine Hündin war bei ihrer JP/BP mit 48 cm schon arg am Limit, mit 6 Jahren hat sie 50 cm. Nichtsdestotrotz geht´s grad noch so im Naturbau, aber ich sehe die Grenze schon bei 45 Zentimetern.
Abgesehen davon habe ich noch nicht verstanden, was ein WT könnte, das die andern 3 Terrierrassen nicht auch drauf haben. Zudem sehe ich die Farbe als sein größtes Handicap. Erd- bzw. Dürrlaubfarben und der Fuchsfarbe ähnlich...
 
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Das Hauptproblem mit der Bautauglichkeit, sprich dem BU, ist dass es fast unmöglich ist, eine Rasse, die sich immer mehr vergrößert hat bzgl. des Bu wieder zurück zu züchten. Weil man die Breite an kleinen Hunden nicht mehr hat und die Variabilität zu groß ist.
Meine Hündin war bei ihrer JP/BP mit 48 cm schon arg am Limit, mit 6 Jahren hat sie 50 cm. Nichtsdestotrotz geht´s grad noch so im Naturbau, aber ich sehe die Grenze schon bei 45 Zentimetern.
Abgesehen davon habe ich noch nicht verstanden, was ein WT könnte, das die andern 3 Terrierrassen nicht auch drauf haben. Zudem sehe ich die Farbe als sein größtes Handicap. Erd- bzw. Dürrlaubfarben und der Fuchsfarbe ähnlich...

Ach, das geht schon - wenn das wirklich von der Club-Führung und den Zuchtverantwortlichen gewünscht würde. Nicht von jetzt auf gleich aber mit Konsequenz geht das.
Dazu müssen nur die maßgeblichen Vorgaben wieder verschoben werden.

P.s. eine dritte Gehirnzelle in den DJT reinzuzüchten, hat ja angeblich auch funktioniert... 😄😄😄
 
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Gelöschtes Mitglied 3063

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Abgesehen davon habe ich noch nicht verstanden, was ein WT könnte, das die andern 3 Terrierrassen nicht auch drauf haben. Zudem sehe ich die Farbe als sein größtes Handicap. Erd- bzw. Dürrlaubfarben und der Fuchsfarbe ähnlich...
Eine unendliche Diskussion, welche in ähnlicher Form bei vielen Rassen diskutiert wird/werden kann... ;)
 
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Gelöschtes Mitglied 24216

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Abgesehen davon habe ich noch nicht verstanden, was ein WT könnte, das die andern 3 Terrierrassen nicht auch drauf haben. Zudem sehe ich die Farbe als sein größtes Handicap. Erd- bzw. Dürrlaubfarben und der Fuchsfarbe ähnlich...

Ich weiss auch nicht warum Deutschland knapp 400.000 Jäger hat, wenn doch 200.000 genau so viel Strecke machen könnten und 100.000 ohnehin keine Jagdmöglichkeit haben oder wollen, dazu zigtausende mit 2 Rehen oder 3 DJ nur gelegentlich in der Jagd herumstochern.

Daß es den DJT auch in Rot gibt ignorieren wir einfach.

Du merkst vielleicht was ich sagen will. Es ist egal ob 3 oder 10 Terrierrassen den Job machen, wenn sie sich als dafür tauglich (brauchbar) bewiesen haben. Und es schadet auch nicht, wenn 400.000 Jäger die Jagdprüfung ablegen und als jagdliche Konsumenten und/oder Jäger zur Jagd, der Jagdwirtschaft und dem politischen Stellenwert und jagdlichen Einfluss beitragen.

Jede Begrenzung bedient nur Eigeninteressen, die man natürlich haben kann aber nicht von jedem geteilt werden. Und natürlich fürs Große Ganze, die Weidgerechtigkeit usw. sind so viele Jäger auch Mist. Zu hohe Nachfrage = zu hohe Preise, mehr Jagdmöglichkeiten, zu viele mit zu wenig Erfahrung, der Schuss aufs Lebewesen verlangt den ganzen Kerl usw. usf. Schon klar.

Der JGHV hat sich längst offiziell für andere Rassen geöffnet. Welsh, Border, Cesky oder andere ... alles kein Problem mehr.

Deine 3 Rassen sind längst Schnee von gestern und die Jagd ist nicht unter gegangen. Ob sie schlechter geworden ist bleibt ein Glaubenskrieg. Früher war zwar alles besser, nur die Strecken kümmerlicher.
 
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Mir geht´s eher um die Ressource derer, die eine bestimmte Jagdart ausführen und dafür taugliche Hunde brauchen. Hat man eine bestimmte Anzahl x für z.B. Baujäger und 3 Rassen, mag die Breite der zur Verfügung stehenden Zuchthunde ausreichend sein. Mit jeder zusätzlich zugelassenen Hunderasse bei gleicher Zahl an Baujägern nimmt die Zahl der Welpeninteressenten pro Rasse ab, die Zuchtbasis pro Rasse verringert sich dementsprechend. Die Folgen sind hinlänglich bekannt.
Wollte man "nur" eine zusätzliche Stöberrasse, bin ich gespannt, in welcher Gruppe der WT eingepflegt werden sollte...
 
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Gelöschtes Mitglied 24216

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Ich jage viel in Skandinavien. In Schweden oder Finnland hat Baujagd einen viel viel höheren Stellenwert als bei uns, denn wenn die Elchquote in 2 Wochen erfüllt ist bleibt in vielen nördlichen Regionen dem passionierten Jäger mehr oder weniger nur die Bau- oder Hühnerjagd. Dann ziehen halbe Dörfer und ganze Familien mit Hacke und Schaufel für den Einschlag los. Und dort werden auch alle möglichen Terrierrassen oder Mixe eingesetzt, die sich als baujagdbrauchbar erwiesen haben. Schliefenanlagen zum Training oder Prüfung gibt's dort auch. Man holt sich die Hunde bei per Mundpropaganda bekannten Jägern, züchtet selbst oder fährt mal fix ins Ausland um sich da einen Hund zu holen. Natürlich reicht das nicht für jeden der glaubt züchten zu müssen oder dem Traum anhängt die Welt mit seinen Welpen beglücken, nur weil er in einem Verein eintritt, der die Hand über ihn und den Markt eng hält.

Die jagdliche Nachfrage regelt eben auch den Zuchtmarkt. Nur der Hund, der gut genug ist um nicht im Bau zu verenden, kann sich auch vererben. So hat wurde die wirkliche gute Leistungszucht ja auch mal angefangen, bevor man immer mehr anfing Muttis Liebling und Vatis besten Freund über dogshows und Prüfungen zu küren, aber immer mehr Angst hatte ihn seinen gefährlichen Job ausüben zu lassen.

Und mal ganz ehrlich, welche Rolle spielt Baujagd noch gesamtdeutsch auf die Anzahl der vielen Terrierwürfe, wie viele Terrier der berühmten Zuchtbasis eignen sich physisch und psychisch noch dafür und wie viele stammen noch von Elterntieren die wirklich selbst noch baujagen und nicht nur geprüft sind?
 
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