Welches Jagdhorn für Anfänger?

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Guten Morgen liebe Waidgenossen,
ich habe noch nie Jagdhorn geblasen und zusammen mit 2-3 Mitjägern haben wir uns nun dazu entschlossen Jagdhorn zu blasen. Kann mir jemand sagen, welches Jagdhorn für einen Laien geeignet ist?
Uns ist bewusst, dass das beste Jagdhorn nix taugt, wenn man nicht übt, übt und nochmal übt. Vielen Dank für eure Hilfe und weiterhin einen schönen Weihnachtsfest...
 
G

Gelöschtes Mitglied 3257

Guest
Für den Anfang erst mal ein günstiges, zur Not auch gebraucht. Das Mundstück sollte dir taugen.
 
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Es gibt Bläsergruppen, die Nachwuchs ausbilden. Meistens haben die einige Instrumente in ihrem Fundus, die sie fürs erste den Anfängern ausleihen. Da man mit einem erfahrenen Hornmeister ohnehin besser lernt aus als Autodidakt, empfehle ich euch, die Bläsergruppen in Euere näheren Umgebung zu kontaktieren.

dort bekommt man auch Empfehlungen zum richtigen Mundstück

Weidmannsheil

TicTac
 
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Moin,
Ich selbst spiele jetzt seit 1 1/2 Jahren Jagdhorn und habe mir gleich ein Dotzauer Horn zugelegt. Empfehlenswert ist ersteinmal zu schauen ob einem das Tuten (Blasen) überhaupt liegt und dann ein Horn zu kaufen. Die meisten billig Hörner taugen von Verarbeitung und Klang nicht viel, daher rate ich zu einem etwas besseren bzw. teureren Jagdhorn, oder zur Restauration eines älteren.

Wmh:trophy:
 
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Ich hab ein billiges von eBay, damit gemerkt dass ich Spaß dran habe u werd jetzt ein dotzauer testen/kaufen, weil ich vermute, dass man sich mit den billigen, dickwandigen Hörnern ohne Stimmzug recht schwer tut was klang u ansprechen angeht. Zumal das billige auch billig aussieht, schnell verranzt und das Kunstleder weder nach Kunst noch nach Leder aussieht u sich langsam auflöst. Da hat man auf lange Sicht nicht viel Spaß dran. Aber die paar Euro sind nicht verbrannt, wenns keinen Spaß gemacht hätte hätte ich die erstAnschaffung eines teureren gespart gehabt.
 
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Du hast bereits in deinem ersten Satz alles gesagt und wirst nicht mehr sehr viele Beiträge dazu erwarten können.
 
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Ich selbst spiele jetzt seit 1 1/2 Jahren Jagdhorn und habe mir gleich ein Dotzauer Horn zugelegt. Empfehlenswert ist ersteinmal zu schauen ob einem das Tuten (Blasen) überhaupt liegt und dann ein Horn zu kaufen. Die meisten billig Hörner taugen von Verarbeitung und Klang nicht viel, daher rate ich zu einem etwas besseren bzw. teureren Jagdhorn, oder zur Restauration eines älteren.

Naja,
ich habe jahrelang mein Horn mit durch die Dickung oder über den Acker geschleppt, da tut es das billige genauso wie zu Anfang.
Wer zu höheren Zielen strebt, sollte sich was besseres zusätzlich gönnen, muss aber nicht gleich zu Anfang sein.
 
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Askari hatte neulich eins für ca. 40 Euro im Angebot gehabt, sogar mit Lederwicklung in Grün. Fände es ganz schön beim Streckblasen nicht eins mit schwarzen Kunstleder zu haben. Hab kaum an mich halten können es als Zweithorn zu kaufen.
Ich spiele selbst schon lange Trompete und Jagdhorn. Und hab früher auch Unterricht gegeben. Für den Anfang taugen die alle. Für das Spielen zu mehreren macht ein Stimmzug Sinn. Reine Ideologie etwas teures zu kaufen. Lerne erst mal Spielen, kauf Dir dann in ein zwei Jahren noch ein passenderes Mundstück und sobald Du Dein erstes Solo im 50mann-Jaghornorchester spielst, kannst Du in ein Musikgeschäft gehen und Dir was kaufen, was bei Dir gut anspricht und schön klingt. Solange Du nicht wirklich sehr gut spielen kannst tröten die alle gleich und es ist fast unmöglich einen Unterschied festzustellen. Später wirst Du merken, welches Horn leichter anspricht und weicher, heller, brillianter, grundtöniger, oder wie auch immer klingt. Ich habe eins von Kuhnel und Hoyer. Kosten so um die 160-200 Euro. Kannst auch mal die hier fragen. Die beraten einen auch sehr gut am Telefon und haben gute Preise: http://www.thomann.de/de/jagdinstrumente_und_zubehoer.html Thomann hat auch eins für 50 oder 60,-. Freunde von mir haben so eins. Im Prinzip ist die Tasche das Geld schon wert. Das Horn ist auch nicht schlecht, allerdings hat das Mundstück eine adere Passung als alle anderen Jagdhörner. Könnte ein Problem werden, wenn Du mal verschiedene Mundstücke probieren willst. Wobei das MuStk eigentlich sehr universell ist und für den Hausgebrauch passen sollte. Die Umwicklung ist auch Geschmackssache.

Bei unseren Drückjagden hier stellt sich jeder, der ein Horn hat einfach zum blasen dazu. Das Ergebnis ist nicht gerade musikalische Spitzenklasse, aber kameradschaftlich gesehen finde ich es toll. Da macht es schon Sinn sich das Hornblasen etwas beizubringen. Zu solchen Gelegenheiten muss auch keiner Angst vor falschen Tönen habe. Und Sorgen, dass der Stimmzug nicht aus Neusilber ist, Die Bronze nicht mit Gold legiert und der Schalltrichter nicht einer original teutschen Edelschniede entsprang, sind völlig überflüssig.
In Manchen Gegenden ist das ganz anders. Da hat Jaghornblasen lange Tradition. Jeder Ort hat ein Jagdhornorchester welches sich ehrgeizig mit den anderen misst. Die geben Konzerte und machen Programm. Falls das bei Dir so ist, würde ich in so ein Orchester eintreten. Dort bekommst Du immer guten Unterricht und meist ein Leihinstrument für den Anfang. Dann macht es Sinn sich ein Instrument zu kaufen, was mit den anderen etwas abgestimmt ist.

Viel Erfolg beim Üben und Weidmannsheil
 
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Leih dir erstmal ein Jagdhorn und guck ob du Horn weiterspielen willst.
Wenn du es drauf hast, den Ansatz direkt findest und die Töne ohne Korrektur sofort klar rausbringst, dann erst hast du überhaupt die Möglichkeit, selbst festzustellen ob dir ein Horn und das Mundstück "liegt" oder nicht.
Wenn dir andere darauf was vorspielen und das toll klingt, muss das für dich noch lange nicht so sein! (Der Klang des Horns schon, aber nicht ob du ihn darauf so produzieren kannst)

Ich habe einmal mit einem geliehenen Kühnel und Hoyer Jagdhorn angefangen und das hat sich nach kurzer Zeit wieder ausgeschlichen, weil der Unterricht nicht passte. Das Horn selbst war absolute Markenspitze. Ich hab aber nix rausgebracht.

Nun lerne ich seit kurz vorm Jahreswechsel in einem neuen Kurs und dieser brachte mich innerhalb weniger Wochen dazu, dass ich die für unsere Jagdsignale notwendigen 5 Naturtöne kriege und schon die ersten Signale so spielen kann, sodass ich mich zur nächsten Jagd dazustellen werde.

Das Horn das ich dafür nutze ist ebenfalls geliehen, älter als ich und nur das Mundstück ist ein relativ neues Trompetenmundstück, mit dem ich scheinbar zurecht komme.
Habe mal ein Flügelhornmundstück probiert, damit kam ich überhaupt nicht in die Höhen.

Mir wurde von unserem "Tompetenmeister" dazu geraten auch erst dann ein Horn zu kaufen, wenn ich selbst drauf erkenne obs mir liegt oder nicht.
Das ist VOR dem Unterricht so gut wie unmöglich und daher rate ich zu gebrauchtem oder geliehenen Horn.
 
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Habe jetzt ein geliehenes, "besseres" horn unbekannter Marke getestet. Es sprach spürbar besser an als mein billiges, und mit dem Stimmzug hab ich zumindest die Interferenz mit unserem zweiten von drei Hunden herstellen können ;-) . Also man merkt doch auch als relativ unbedarfter Bläser einen Unterschied zwischen billig u besser. Werd jetz auf der Jagd u Hund mal die namhaften Hersteller ausprobieren.
 
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So, heut ein melton-horn mit für mich passenden Mundstück gekauft auf der jagd&hund. Man merkt einen enormen Unterschied bei der Qualität und klang. Dotzauer hab ich auch getestet, aber das melton lag mir besser.
 

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