Reduzierte Ladungen

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Hallo zusammen,
ich suche eine reduzierte Ladung für die 5,6x50R Mag, so knapp über Hornet-Niveau. Im Deva-Buch wird das RWS SG, 45gr, von 12 bis 14gr Kemira 110 beschleunigt. Wenn ich diese Daten bei Quickload eingebe, bin ich weit unterhalt des Minimums. Gilt denn die Aussage: "Zu wenig Pulver verursacht Gasdrucksprünge" für das N110 nicht?
Hat jemand Erfahrungen?
Gruß Günni.
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von günni:
Gilt denn die Aussage: "Zu wenig Pulver verursacht Gasdrucksprünge" für das N110 nicht?<HR></BLOCKQUOTE>

Moin Günni!

Du hast den Nagel nahezu auf den Kopf getroffen. Verschiedene Ladeversuche haben ergeben, daß das VV N110 am besten für reduzierte Ladungen in Langwaffenpatronen geeignet ist. Auch hier ist vermutlich die Grenze nach unten nicht völlig offen, aber das Pulver scheint auch geringe Ladungen ohne Gefahr von Gasdrucksprüngen zu ermöglichen.

Ich lade beispielsweise in die .308 Win gerade mal 20,5gr. N110 bei einem gerade mal 110gr. schweren Geschoß, das kaum in der Hülse steckt. Schießt sich wie ein Luftgewehr...aber wenn man die fertige Patrone schüttelt, kriegt man es mit der Angst zu tun
icon_wink.gif


Fazit: Das VV N110 ist vermutlich die erste Wahl, wenn man mal eine reduzierte Ladung basteln will.
Und da es für ein Langwaffenpulver doch noch recht fix ist, wird die Hülse auch ausreichend ins Lager gepresst.

Mit diesesPülverchenzuseinemabsolutemFavouritenerklärthabenden Grüßen
 
A

anonym

Guest
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von TheClou:

Fazit: Das VV N110 ist vermutlich die erste Wahl, wenn man mal eine reduzierte Ladung basteln will.
Und da es für ein Langwaffenpulver doch noch recht fix ist, wird die Hülse auch ausreichend ins Lager gepresst.

<HR></BLOCKQUOTE>

Grüß Euch, Ihr 2,
das N110 ist eines der fixesten LW-Pulver -
genau deswegen ist es für reduzierte Ladungen so gut zu brauchen.
Die Gefahr der Gasdrucksprünge - der berühmte SEE - besteht bei den progressiven Treibladungsmitteln, aber nicht bei den offensiven.
Bei denen wiederum ist das Risiko von Doppelladungen erheblich, dann aber au weia ...
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat
Gilt denn die Aussage: "Zu wenig Pulver verursacht Gasdrucksprünge" für das N110 nicht?

Die gilt!

Was eine Narbe auf meinem Rücken beweist, aus dem, nach der Detonations eines Schweden, ein Stück des Verschlusses ausgeschärft werden musste.

Der Schütze hatte nur wenig mehr Massel!
 
A

anonym

Guest
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Mike B:


Die gilt!

Was eine Narbe auf meinem Rücken beweist, aus dem, nach der Detonations eines Schweden, ein Stück des Verschlusses ausgeschärft werden musste.

Der Schütze hatte nur wenig mehr Massel!
<HR></BLOCKQUOTE>

-->> Doppelladung ? Einmal mit den Gedanken abgelenkt, geht spielend rein ...
 
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Schau mal unter Samereier.de
Meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit die einwandfrei funktioniert.
Schoko
 
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Die extrem reduzierten N110 Ladungen mag ich nicht, wozu der Aufwand und das Risiko?
IMO sollte die Hülse prinzipiell mehr als zur Hälfte mit Pulver gefüllt sein.
Ich mag aber zum Scheibenschiessen moderate Ladungen am unteren Ende der Ladetabellen. Eher offensive Pulver, hier also z.B. R901 (mit Vihtavuori hab ich keine Erfahrung). Da sollte man einfach auf Niveau .222 Rem. oder etwas drunter kommen.

Fuhrmann
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Orig. erstellt von +sniper+:

Bei denen wiederum ist das Risiko von Doppelladungen erheblich, dann aber au weia ... <HR></BLOCKQUOTE>


Servus

Darf einfach nicht passieren!
Ich wiege die fertig geladenen Squib`s zur Kontrolle noch mal!

WH H
 
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@ Mike B,

ich bin mir auch ziemlich sicher, daß es sich dabei um eine Doppelladung gehandelt hat.
Was für Dich natürlich keinen Unterschied gemacht hat.
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat
-->> Doppelladung ?

Nööö ...

Gegen den bin ich Oberpingel eine Schlampe.

Die fertigen Patronen waren mit geringsten Toleranzen nach dem Laden verwogen.
 
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Es wird mir wohl für immer verschlossen bleiben, warum man sich nicht einfach an die Ladedaten der TLP-Hersteller hält.
Wenn man einen Rückstoß einer 222 haben will, dann soll man einfach eine 222 schießen.
 
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Ja, was nun?
Frage: Darf es sich ein Verein wie die DEVA leisten Daten zu veröffentlichen, die Schützen und der Umgebung gefährlich werden können? In dem DEVA-Buch sind immerhin zwei konkrete Vorschläge mit reduzierter Ladung mit N110 beschrieben.
Bei entsprechender Sorgfalt darf doch eigentlich nichts passieren!???
Gruß Günni.
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Orig. erstellt von günni:

Ja, was nun?
Frage: Darf es sich ein Verein wie die DEVA leisten Daten zu veröffentlichen, die Schützen und der Umgebung gefährlich werden können? In dem DEVA-Buch sind immerhin zwei konkrete Vorschläge mit reduzierter Ladung mit N110 beschrieben. Bei entsprechender Sorgfalt darf doch eigentlich nichts passieren!???
<HR></BLOCKQUOTE>


Ach sind wir doch ehrlich, das Leben ist immer lebensgefährlich!
icon_biggrin.gif


Ich verwende eine "reduzierte Ladung" in der 6,5x65R mit IMR4227, das im Abbrand N 110 entspricht.

WH H
 

GL

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@Hirschberg

Zitat: ...Ich verwende eine "reduzierte Ladung" in der 6,5x65R mit IMR4227, das im Abbrand N 110 entspricht....(Zitatende)

Warum reduziert? Ist dir die 6,5x65 R nativ zu fett? Ich gebe allerdings zu, das mal mit 2,2 Gramm N 110 im Kaliber .30-06 gemacht zu haben. Als Rehwild-Patrone. Geschoss war ein 125 Grains Sierra TMS (SP2120). Habe ich aber alsbald wieder delaboriert, weil ich keine Präzision zustande brachte.

WH GL
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Orig. erstellt von GL:

Warum reduziert? Ist dir die 6,5x65 R nativ zu fett? <HR></BLOCKQUOTE>

Mit dem von mir für Rehwild hauptsächlich verwendeten Geschoß vor allem zu schnell, und dadurch hämatomträchtig!

Ich beginne mit dem Rehwildabschuss mitte August, Kitzgewichte um 6 kg sind da keine Seltenheit und da weiß ich oft nicht wo ich den Schuß platzieren soll um das Stück nicht in Fetzen zu schießen!
Diese reduzierte Laborierung mit dem 85GR Sierra HP liegt bei etwas über 700 m/s Vo, ist ausreichend präzise, wildbretschonend, relativ leise und schießt sich wie ein KK.

Interessanterweise zeichnen Rehe auch viel deutlicher als mit der um über 300 m/s schnelleren Gebrauchsladung.
Diese führe ich selbstverständlich auch mit für Entfernungen über 150m, sowie Laborierungen mit Solid und schwereren Geschoßen für Rot- oder Schwarzwild (die 6,5 ist mein Leibgewehr für alles außer Drückjagd und Nachsuche).

WH H
 

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