Nachsuche Revolver oder Pistole was ist besser??

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anonym

Guest
Bei der Nachsuche ganz klar die Langwaffe!
KW dient nur als Backup.
 

SB

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Eine moderne (!), von DIR auf Funktion getestete Gebrauchspistole, am besten in Kalibern wie 9 mm Para, 40 S&W, 10 mm Auto oder größer - je nachdem was du noch kontrolliert bedienen kannst.
 
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Moin!

Die Waffe, mit der DU am Besten klarkommst, ist die bessere.
Also selber probeschießen!

Meine persönliche Erfahrung aus dem Sportschießen: Ohne Training kommt kaum ein Ungeübter richtig mit einer Kurzwaffe klar. Ich habe schon viele Jäger gesehen, die mangels Übung nicht in der Lage waren, mit der Kurzwaffe auf 25m die Pistolenscheibe des DSB (die ganze Scheibe - nicht nur die Werttungsringe) zu treffen. Und diese Herren wollten eigentlich damit aufs Haupt oder den Träger den Fangschuss antragen....

Mit ein bisschen Übung aber kein Problem.

Je kleiner die Waffe, desto schwieriger wid das präzise Treffen.

Bei Pistolen rate ich mindestens zu einer Sauer P228 oder Glock 19. Eine Glock 26 mag ja niedlich und kompakt sein, einen ungeübten Schützen überfordert sie aber.

Genauso der 2 Zoll 38er oder 357er Snubbi Revolver -ggfs auch noch DAO Abzug. Besser ist auch hier die Wahl eines 4 Zoll Revolvers.

Ab 9mm Para / 38 Spezial eignen sich alle Waffen vom Kaliber für den Fangschuss. Angeschweisste und annehmende 150kg Bassen mögen eine stärkere Medizin erfordern. Aber Reh, Dam und Rotwild bringt man damit sicher zur Strecke. Hinweis 9mm, 45 ACP, 38 Spezial sind aus der Kurzwaffe schon echt unangenehm vom Mündungsknall her. 357 ist übel und ab 44 Mag setzt der Ohrenoverkill ein.

Normal favorisiere ich meine P228 oder P226. Auf Sauennachsuche nehme ich dann meinen S&W 629 Classic DX in 44 Mag mit.

Gruß,


frogger
 
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:shock: Ich hol mir schon mal Chips und Cola! Das wird lustig!! :lol:

@Jagd37: Zur Erläuterung: Deine letzte Frage touchierte eines der großen Glaubensgebiete nämlich "Fangschuss mit KW" gefährlich, mit dieser Frage nun stichst Du nun genau in eines der größten "Wespennester" die man sich vorstellen kann! Kaum ein Thema wird in der KW-Gemeinde mit mehr Emotionen diskutiert als der Vergleich "Revolver gegen Pistole". Willst Du mit Deiner nächsten Frage auch die LW-Fans noch mit einbeziehen, brauchts Du eigentlich nur noch "was ist besser geeignet, 98er oder R93" stellen, dann sind wir mit den Grabenkriegen des Forums einmal rum! :lol:

Markus
 
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Kreischsäge schrieb:
Haubentaucher schrieb:
Deiner nächsten Frage auch die LW-Fans noch mit einbeziehen, brauchts Du eigentlich nur noch "was ist besser geeignet, 98er oder R93" stellen, dann sind wir mit den Grabenkriegen des Forums einmal rum! :lol:
Markus
nö!! Da fehlt noch einiges!!
Die korrekte Frage muß lauten:
"Ich möchte mit einen Repetierer (oder besser einen Drilling?) kaufen. Das Kaliber sollte 7*57 (oder besser ein amerikanisches??) werden. Da ich Wiederlader/Österreicher bin, sollte unbedingt das H-Mantel verwendet werden, da die 15schüssige Glock für meine Frau zu schwer ist.
Wenn ich also mit dieser Waffe ein Stück Raubwild/Friedwild bei der Drückjagd an Heiligabend erlegt habe, sollte ich dann bei der Siegerehrung den Hut abnhemen oder lieber Frevert lesen, vor allem wenn ein Hirsch vom 3.Kopf auf der Strecke liegt"
Hab ich noch was vergessen?


Zum Thema:
Kurzwaffen nur beim Bankraub oder beim Schaulaufen

Nicht unerwähnt bleiben sollten auch die Worte Weitschießen und Trägerschuß, dann klappt es auch mit dem Nachbarn.

Wenn aber jemand schon fragt ist die Pistole Astra 100 sicher wird da wohl keine Gefahr von ausgehen.
Zum Thema:Nimm das was dir besser liegt.
 
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Hallo!

Ich meine das jetzt nicht polemisch: Was ist besser für eine Reise, ein Auto oder ein Motorrad? Da gibts nur eine richtige Antwort, nämlich: Kommt drauf an! Nämlich darauf, was Dir besser liegt.

Pistolen sind komplizierter zu handhaben.
Da ich des Öfteren mit Anfängern am Schießstand bin, erlebe ich recht häufig, an welchen Knöpfchen - selbst bei einfachen Pistolen - verzweifelt herumgefuchtelt wird. Ich war vor kurzem mit einem Bekannten am Schießstand, der seit vielen Jahren eine FN - Highpower im Safe liegen hat, die er am Schießstand ohne mich nicht zum Schießen brachte. In der Praxis wird mit Kurzwaffen eben selten bis nie geübt, man sehe sich nur die vielen ungeschossenen Faustfeuerwaffen aus „Jägerhand“ an, die tagtäglich bei e-gun versteigert werden. Eine Selbstladepistole - und zwar auch einfache moderne Konstruktionen ohne manuelle Sicherung wie Glock, Sig Sauer, Steyr, etc. - erfordert eben mehr Handgriffe, um sie zu bedienen bzw. zu beherrschen (Magazin laden fällt manchen Anfängern schon schwer, Schlitten richtig zurückziehen, Schlittenfanghebel, Magazinauslöseknopf). Da sind Bedienunabhängige Störungen noch gar nicht mitgezählt, aber meistens ist der Schütze der Verursacher: Manchmal wird das Magazin nicht vollständig bis zum sicheren Einrasten eingeführt, schon machts Klick statt Bum und die panische Rumdrückerei am Schlittenfanghebel oder/und am magazinauslöseknopf geht los. Oder der Schlitten wird nicht bis ganz hinten zurückgezogen, Klick statt Bum und schon wieder wird rumgefummelt. Oder der Schlitten wird gaaaanz langsam vorgelassen, anstatt ihn zuschnellen zu lassen, Ergebnis: Pistole verriegelt nicht, Klick statt Bum, weiteres Ergebnis, siehe oben. Manche Anfänger halten die Pistole viel zu locker im Handgelenk und produzieren dadurch Ladehemmungen (von den Amerikanern „Limp Wrist“ genannt, manche Glocks sollen darauf besonders empfindlich reagieren, meine 31er in 357 Sig auch, meine 17er allerdings nicht).
Ich habe schon bei ziemlich vielen gängigen modernen Pistolenmodellen von Glock, Beretta, Heckler&Koch, Steyr, Sig Sauer Ladehemmungen selbst erlebt. Bei modernen Pistolen sind sie aber sehr sehr selten und meistens recht rasch zu beheben.
Revolver dagegen sind deutlich einfacher zu bedienen, und im Regelfall auch funktionssicherer. Allerdings, WENN beim Revolver eine Störung auftritt, ist sie meistens wesentlich schwieriger, als bei einer Pistole, zu beheben (manchmal ohne Werkzeug/Reparatur unmöglich). ich habe 2 Störungen bei Revolvern selbst erlebt, einmal war durch überladene Munition die Trommel so stark blockiert, dass sie mit einem Gummihammer herausgeschlagen werden musste, ein andermal war eine Rast an der Trommel durch einen Fall deformiert, sodass die Trommel bei schnellem Schießen mit dem Spannabzug bei einer Kammer nicht mehr sauber eingerastet ist (man konnte allerdings problemlos mit der Waffe schießen, solange man den Abzug nicht schnell „durchriss“).
Die Handhabung eines Revolvers im Normalbetrieb ist auch wesentlich deppensicherer, als die einer Pistole. Im Regelfall haben Revolver nur einen einzigen „Knopf“, mit dem man die Trommel entriegelt. Es gibt also faktisch keine Fehlbedienung. Trommel auf, Patronen rein, Trommel zu, Abzug drücken, peng.
Man sieht beim Revolver außerdem von außen, ob er geladen ist. Ein kurzer Blick von vorne auf die Trommel reicht um zu sehen, ob Patronen in der Trommel sind.

Wenn man allerdings geübt im Umgang mit Pistolen ist, kann man damit viel rascher zielsicher schießen, als mit einem Revolver. Der rücklaufende Verschluss schluckt einen Teil des Rückstoßes, sodass die Waffe wieder schneller im Ziel ist, der (vorgespannte od teilvorgespannte) Abzug ist leichter treffsicher zu betätigen, als der Spannabzug eines Revolvers. Pistolen haben bei ähnlichen Abmessungen eine höhere Magazinkapazität, außerdem gestaltet sich das Nachladen – sofern man ein geladenes Reservemagazin zur Hand hat – deutlich leichter und schneller.

Ach ja, um es nicht zu vergessen: viel üben und trainieren muss man mit beiden Systemen, und zwar deutlich mehr, als mit Langwaffen. Man sollte sich außerdem sehr genau überlegen, ob man wirklich eine Kurzwaffe bei der Ausübung der Jagd verwenden will. Otto Normaljäger ist ja leider vielfach schon mit seinem Gewehr überfordert. So mancher Weidkamerad kommt halt erst zum Schießstand, wenn der Bock gefehlt wurde. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich rate Dir dazu, beide Waffenarten ausgiebig am Stand zu testen, bevor Du dich entscheidest.

In diesem Sinne: Weidmannsheil
 
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zguatster schrieb:
Man sieht beim Revolver außerdem von außen, ob er geladen ist. Ein kurzer Blick von vorne auf die Trommel reicht um zu sehen, ob Patronen in der Trommel sind.

:shock: Läuft sowas bei dir unter "Sichere Waffenhandhabung"?

Was Störungen bei Pistolen angeht, lassen sich die meisten mit Tap Rack Bang beheben, das ist beim Revolver eher schwer zu machen.
 
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november schrieb:
zguatster schrieb:
Man sieht beim Revolver außerdem von außen, ob er geladen ist. Ein kurzer Blick von vorne auf die Trommel reicht um zu sehen, ob Patronen in der Trommel sind.

:shock: Läuft sowas bei dir unter "Sichere Waffenhandhabung"?

Gegenfrage: hast du noch nie in deinem Leben den Mündungsbereich einer Pistole oder eines Gewehres gesehen, bei denen der Verschluss geschlossen war?
Wenn Du diese Frage tatsächlich mit JA beantworten kannst, warst du höchstwahrscheinlich noch nicht sehr oft in deinem Leben auf einem Schießtand oder bei Gesellschaftsjagden.
ich empfehle ja nicht, von direkt vorne in eine Revolvermündung zu sehen, ich sage nur, dass man es von (schräg) vorne sehen kann, ob ein Revolver geladen ist, was bei einer Pistole definitiv nicht der Fall ist.
 
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