Einsatzgebiet für DJT

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Demnächst soll bei mir ein jagdterrierwelpe einziehen.
Da ich mich im vorfeld über den zwinger schlau machen wollte hatte ich ein Telefonat mit dem zuchtwart geführt. Dabei jam auch das zukünftige einsatzgebiet zur sprache. Es wurde mir gesagt das ich mich schon von anfang an fest legen müsste ob ich den hund für bau,stöbern oder schweiß führen will.
Ist das so das man den hund nur konsequent für eine aufgabe einarbeiten und führen kann?
 
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Wenn Du ihn vergleichsweise intensiv auf die Baujagd einarbeitest, wirst Du damit rechnen müssen, dass er bei Bewegungsjagden unter die Erde geht, wenn oben mal nix los ist.

Weil ich meinen DJT vom Stand schnalle, habe ich nach der Prüfung konsequent auf Einsätze unter der Erde verzichtet.

Der Einsatz als Stöberhund und die gelegentliche überschaubare 'Bergehilfe' sollten sich, so der Hund halbwegs konzentriert auf der Fährte arbeitet, nicht ausschließen. Meine schwarze jagdliche Flipperkugel ist auf der Fährte allerdings mehr oder minder gar nicht zu gebrauchen, da müssen dann die DWs ran.


Grosso
 
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Was willst du mit dem Hund machen?
Der kann dir helfen die Sau im Mais zu finden. Oder den Bock der noch in den Roggen ging.
Auch Baujagd und stöbern ist kein Problem.
Aber wenn die richtig anspruchsvolle Nachsuchen machen willst, dann mach nur das und nix anderes.
Wenn der beim stöbern nicht im Bau verschwinden soll dann muss du ihm den Bau abgewöhnen.

Ich selbst bin für den Allrounder. Der Hund kann alles einigermaßen, aber richtige Nachsuchen ist zu viel. Stöbern ist auch gut aber wenn im Bau jemand zu hause ist dann wird die Bude geräumt.
Daher brauche ich meinen Terrier auf der Jagd im Nahbereich um zu sehen wo er unter der Erdoberfläche verschwindet. Ich kenne die meisten Baue und kann den Hund anleinen wenn es in die Nähe geht.

Oder du bringst dem bei dass beim Stöbern kein Bau angenommen wird und dass bei der Nachsuche nicht gestöbert werden soll. Schwierig.
 
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Ich hab´s schon des öfteren beschrieben, meine Foxldame und auch der Vorgängerrüde wird/wurden sowohl für Bau, Drückjagd als auch Totsuchen verwendet. Der Vorgänger ging genau einmal in den Bau während einer DJ, als ihm ein Fuchs quasi über die Füße lief. Madame in 6 Jahren zweimal, als ansonsten nix los war.
Aber beide wußten im Prinzip schon die Jagdarten zu unterscheiden. Großes Geschirr, sprich Korona, heißt Sau; klein, aber fein heißt Baujagd.
Und Totsuchen macht sowieso jeder taugliche Jagdhund.
Die Auskunft vom Zuchtwart würde ich also nicht unterschreiben.
Ich finde es sowieso merkwürdig, wenn ein Durchschnittsjäger geraten bekommt, einen Hund "nur" auf Schweiß einzuarbeiten. Das ist für mich der Beritt eines Nachsuchenspezialisten.
Für 08/15 Totsuchen kann man einen Jagdhund, gerade einen Terrier, niemals auslasten. Wie oft hat man das auch im Normalfall? Ich hatte letzte Saison gerade mal zwei Stück; dieses Jahr drei innerhalb der letzten Woche, eine absolute Ausnahme, zweima auf Sauen und einmal ein Bock.
Den beiden Sauen hatte ich extra nicht auf´s Blatt, sondern 2 Fingerbreit dahinter in die Kammer geschossen, weil sie an Wildhändler gehen sollten, da laufen sie dann doch noch ein wenig.
 
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Wer hat den gesagt das mir geraten wurde den hund auf schweiß zu führen?
Es wurde nur gesagt das ich mir vorher im klaren sein soll für welche Aufgabe ich ihn einsetzen will,da angeblich das eine das andere ausschließt.
Ich werde den hund im niederwildrevier führen mit sauen als wechselwild bzw in der vegetationszeit.wollte ihn eigentlich zur baujagd im kunstbau einsetzen und auf bewegungsjagd.
 
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Ich habe das nicht unbedingt auf dich gemünzt gehabt, sondern allgemein, weil der Zuchtwart das im Regelfall ja immer so weitergeben dürfte.
Und ein Terrier passt für deine Einsatzzwecke, wie ich es ja beschrieben habe.
 
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Ob er für die Bauarbeit taugt,

zeigt sich, wenn er erwachsen wird: hat er zu viel Brustumfang und neigt zum Packen, taugt er halt nicht dazu, es sei denn, Du willst oft & gern zum Tierarzt.

Schweißarbeit machen DJT gern und erfolgreich, ist eine Frage der Einarbeitung. Wenn sie jung sind, solltest Du sie nicht zu viel stöbern lassen, sonst leidet für die Folgewochen die Fährtentreue; das bessert sich mit Alter und Erfahrung. Für einen Profinachsucher sind sie meist nicht schnell genug, um noch fittes Wild einzuholen und zu stellen, da ist ein Schweißhund besser. Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, den Hund anfangs finden zu lassen, sie arbeiten dann alsbald auf der Naturfährte sehr konzentriert und ausdauernd - und können Kunstfährten gut & schnell vom richtigen Leben unterscheiden ...

Ansonsten: viele sind sehr apportierfreudig und können bis zum Kaninchen alles bringen, Hase wird schon schwierig. Raubwildschärfe ist vorhanden, spurlaut sind sie und auf dem Anstand sind sie der beste Wildindikator, der sich denken lässt - an der Standruhe muss man arbeiten, war bei mir aber kein Problem. Da war der Dackel schwieriger.

Gruß,

Mbogo
 
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Und in meinem revier werden keine klassischen niederwildjagden abgehalten. Das gibt es nicht her.
 
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.., dann gehts ja praktisch nur um Baujagd, denn den Rest, einschließlich Wasserjagd
kann der DD mehr oder weniger abdecken (y)
 
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Stimmt. Und auf bewegungsjagd stöbern.
Und ich wollte eigentlich nur wissen ob beides mit dem einen hund möglich ist.
 
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.., beim DJT ist halt oft das Problem (besonders NW) das er am Wild klebt, solange er kann.
Dann ist oft das Erlegen des Wildes unmöglich, besonders im Wald. Ist ein immer größer werdendes Problem bei uns bei den großen NW Jagden. Die Vorsteher sterben bei uns aus (Sau) Beim Sauriegler nimmst das in Kauf, weil der DJT/Russell/Fox.. das Wild auch stellt.
Nur für den Bau würde ich mir einen kl. JRT nehmen. Ich hab seit kurzem eine schwarze Labradorhündin (Birka)
Außer Bau... Universalhund (y)
 
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