Ein Teckel soll es werden - aber welcher?

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Nach einigen Jahren Hundeabstinenz wollen wir uns einen Teckel zulegen (oder auch zwei, wenn die uns wollen..).
Da wir schon eher 70 als 60 sind, würde uns ein laufhungriger Hund körperlich überfordern, und er soll mit auf die Kanzel können als zweiohrige Wärmflasche und auch sonst immer dabei sein. Die Anforderungen sind primär die Totsuche auf Wild und das Apportieren von Krähen und Enten - Gänse muß ich halt selbst anschleppen.
Unser Grundstück im Revier ist knapp 2ha mit Wiese und kleinem Wald, da gibt es genügend Auslauf und Trainingsmöglichkeiten.

Die Baujagd wollen wir nicht machen. Es ist zwar eine faszinierende Jagdart, aber wir können altersbedingt nicht mehr die notwendige Grabegeschwindigkeit erreichen.

Daher suchen wir Informationen, welche Teckelart am ehesten in Frage käme, vielleicht hat ja jemand einen Züchtertip (nur jagdlich orientierte Züchter) im Raum Schläfrig-Holstein / Niedersachsens/ Nordwestmecklenburg etc. Will heissen: Es soll keine ausgeprägte Erdhund-Veranlagung vorhanden sein - wenn es so etwas bei Teckeln überhaupt gibt. Sehr viel früher hatten wir Jagdterrier, danach dann als Hofhunde immer Neufundländer, die aber als Jagdhund nun gar nicht geeignet sind.
Rein optisch gefallen uns Glatthaarteckel am besten, aber natürlich das nicht das Primat der Entscheidung.
 
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Bei drei Fellvarianten, Rauhaar, Glatthaar und Langhaar sowie drei Größen Standard, Zwerg und Kaninchen und darüber hinaus mehreren Farbschlägen gleicht die Fragestellung jener nach dem ultimativen deutschen Jagdkaliber.

Persönlich würde ich immer den Standard Rauhaar den anderen Varianten vorziehen. Eigensinnige Lausbuben und -mädel sind sie alle.
 
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Naja, ihnen gefallen die Kurzhaarigen Varianten. Ich hatte mir beim durchlesen des Posts nur gedacht, wenn ihr schon Ü60 seid und Kurzbein mit auf den Sitz soll, ist ein "leichterer" Schlag (vielleicht sogar Zwerkdackel) vielleicht eine Überlegung wert. Ob die aber Krähen auf dem Feld apportieren können, bin ich mir nicht sicher. Das müssten die Dackelprofis bewerten können. Das Anlanden von Enten funktioniert aber.

Wmh
Flo
 
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Naja, ihnen gefallen die Kurzhaarigen Varianten.
Wer fragt, muss mit Antworten rechnen.

(vielleicht sogar Zwerkdackel)
Der kleinste, damit leichteste Schlag sind die Kaninchenteckel.

Ob die aber Krähen auf dem Feld apportieren können, bin ich mir nicht sicher.
Sicher ist, der Dackel deportiert mehr, als er apportiert. Ausnahmen bestätigen sicher die Regel.

Grundsätzlich würde ich mir, so ich um die 70 Jahre alt wäre, allerdings die Frage stellen, ob mir ein ruhigerer, gehorsamer Hund nicht besser zu Gesicht stünde.

Mir sind einige Senioren bekannt, die den Dackel wieder abgeben mussten, weil das Kaufargument "kurzläufig, kompakt und leicht" war, während Charakter und Eigensinn nicht mit in die Entscheidung flossen. Wenn dazu noch Jagdtrieb stößt lernt man dann mit 70 Jahren schon mal seine Grenzen kennen.
 
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Nun, das wird anscheinend wieder eine im Sande zu verlaufende Grundsatzdiskussion über Hunde. Tut mir Leid für den Threadstarter.
In meinem Umfeld kenne ich einige Herrschaften im gesetzten Alter, die mit ihren Dackeln glücklich sind, sowohl jagdlich als auch auf dem Sofa. Soviel dazu von mir.

Ich wünsche Dir lieber @Vulcan SXR ein sicheres Händchen bei der Suche nach dem richtigen Zwinger und lese ab hier nur noch mit.

Wmh
Flo
 
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Ich kann Dir diese Züchterin wärmstens empfehlen. Habe von ihr einen Rüden und bin sehr zufieden. Ist halt etwas weiter, aber es lohnt sich.
 
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@Florian1979:

Sorry, aber der "Altersgedanke" muß im Interesse eines Hundes schon gestattet sein, wenn sich Menschen im "Rentenalter" einen Welpen zulegen wollen. Ein Teckel wird auch gut 15 Jahre alt..... ich möchte Derartiges nicht grundsätzlich verpönen, aber es sollte diesbezüglich die Entscheidung für einen Welpen quasi "doppelt" überdacht werden im Interesse des Hundes.

Aber der Threadstarter macht sich ja Gedanken und sucht Unterstützung.

Gruß
 
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Es gibt genügend gute Kurzhaardackel oder Teckel die dem Rauhhaar in nichts nachstehen. Die Größe ist mehr Geschmackssache wobei beim Kurzhaar jagdliche Zwerge oder Kaninchenteckel zu finden wird nicht leicht, also bleibt eigentlich nur der Standart. Woher die Meinung kommt, dass der Dackel besonders eigensinnig und schwer zu erziehen ist, ist mir persönlich ein Rätsel!
Bei diesen Aussagen würde mich interessieren, wie viele andere Jagdhunderassen schon ausgebildet wurden. Einfach bei den Vereinen nachfragen DTK oder VJT so kommt man an die Züchter Adressen. Meiner Meinung nach eine gute Wahl!
 
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Rauhhaar gibt es auch die fast kurzhaarig sind. Meine Zwerge holen auch jede Ente aus dem Wasser aber besser geeignet dafür ist der Standard.
Der Anteil kurzhaariger Teckel mit jagdlicher Leistung ist gering.
 
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Hallo,
Rauhhaar gibt es auch die fast kurzhaarig sind. Meine Zwerge holen auch jede Ente aus dem Wasser aber besser geeignet dafür ist der Standard.
Der Anteil kurzhaariger Teckel mit jagdlicher Leistung ist gering.
Ich kenne einige Kurzhaar die in der jagdlichen Leistung sich bestimmt nicht hinter einem Rauhengesellen verstecken müssen. Wenn man bei den Prüfungen schaut gibt es für mich da eigentlich keinen Erkennbaren Unterschied. Mann muss halt schauen, ob der Hund aus einem Jagdlichen Zwinger kommt. Vor zwei Wochen hat mich ein bestellter Nachsuchenführer bei einer Schwarzwildnachsuche unterstützt mit dem Kurzhaardackel. Waren nur gute 2 km. Er war von unserer Arbeit sehr Angetan und meinte, sowas hat er schon lange nicht mehr gesehen. Muss aber zugeben, das meine Damen bei jeder Prüfung alle Punkte auf Schweiss und bei der Abschlussbesprechung unsere Arbeit immer extra betont wurde. Hund darf nur für Schweißarbeiten benutzt werden oder ich soll doch ein Schweiß- Seminar abhalten. Ich rede aber nicht von der Brauchbarkeit. Die haben sie auch. Eine mit allen Fächern und allen Punkten. Mussten schon öfters für die Großen die Ente aus dem Wasser holen
 
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Wenn der Hund nicht unter Tage arbeiten soll, dann darf er auch etwas mehr Bodenabstand haben. Bei den Rauhhaar ist es der Zwinger „vom River Diner“, die etwas hochläufigere Dackel hervorbringen, bei den Kurzhaar „vom Klausenrain“. Die sind allerdings mit Grösse und Gewicht schon wie die Schwarzwaldbracken/Wälderdackel.
 
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Ich danke allen für die Beiträge, bei manchen mußte ich wirklich lachen, und manche hatten gute Informationen.
Was das Alter angeht: Wir sind ja nun nicht die Schrottsocken auf Gehhilfen, aber jeden Tag mit dem Fahrrad 10km zu fahren, wäre uns zuviel. Auf Bewegungsjagten sind wir auch etliche Stunden auf den Beinen, das klappt schon. Aber eben nicht mehr jeden Tag.
Der Vorteil des Jungruheständlers ist, Zeit zu haben. Von daher wird die Ausbildung kein Problem sein und vor allem freuen wir uns, endlich wieder einen vierläufigen Kameraden haben zu können - oder eben zwei. Bislang war beim Welpenkauf, Katzenbeschaffung oder Pferdekauf komischerweise immer ein zweites Wesen, daß "uns wollte". Das Resultat war immer "zwei".
 
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17 Jul 2014
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Hallo,

unsere Teckelline ist ein Zwerg. Im 4 Feld, von Anfang an absolut ruhig, kinderfreundlich,... Jagdlich zeigt sie eine sehr gute Nase und ist brauchbar "Stöbern Schwarzwild". Wir wurden immer im Sauengatter belächelt, aber wenn die Kleine vom Riemen war ... nicht mehr :)
Auslauf sollte der Teckel bei 2 ha genug haben, allerdings sollte der Zaun um das Grundstück ausgrabungssicher sein.
Lieblingsbeschäftigung unserer Kleinen ist schlafen, schlafen, essen und schlafen. Im Büro morgens unterm Schreibtisch abgelegt , muss ich sie zur Mittagsrunde wecken. Sobald aber der Waffenschrank quietscht steht sie bei Fuß und wehe sie darf nicht mit.
 

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