DJT Erfahrungen

z/7

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Das mit dem Terrier=Verbrauchsmaterial wird vom Wiederholen nicht wahrer. Dafür kostet ein Hund mit Papieren dann doch zu viel, auch schon im letzten Jahrhundert. Es ist unbestritten so, daß die Züchtung auf Schärfe inzwischen zurückgefahren wurde. Das bedeutet aber nicht, daß alle Hunde von jetzt auf gleich Lämmer sind. Möglicherweise hat das aber auch Auswirkungen auf die Denkfähigkeit in streßgeneigten Situationen. Wäre nicht verkehrt.

So, wie Du die Abführung Deiner Hunde beschreibst, scheint mir das der Idealfall zu sein. Man kann davon ausgehen, daß das in den meisten Fällen nicht so gelingt, und dann gilt das, was ich beschrieben habe. Es sind eben keine krassen Ausnahmen, auch wenn es sich dank der notwendigen Verallgemeinerung etwas krasser anhört, als es ist. Wenn man nur auf den ideal geführten DJT abheben würde, entstünde ein Bild, das der Wirklichkeit nicht gerecht wird.

Insofern verstehe ich die ewige Wiederholerei alter Vorurteile über Rasseeigenschaften nicht, die seit mindestens 50 Jahren nur noch krasse Ausnahmen darstellen. Vielleicht gibt es ja hinter vorgehaltener Hand Züchter, die Verbrauchsmaterial züchten, von denen dann von entsprechend strukturierten Führern diese mit 6 Monaten auf alles und jedes losgelassen werden, aber dann liegt die Schuld eben am anderen Ende der Leine.

Wenn Du DJT vernünftig geführt hast, solltest Du auch solche Erfahrungen gemacht haben.
Wenn Du meine Posts gelesen hast, wird Dir aufgefallen sein, daß ich relativ konkret beschreibe, auf was es ankommt bei der Abführung. Aus eigener, zum Teil auch bitterer Erfahrung: einer meiner Terrier war schon etwas älter bei der Übernahme, der hatte Sachen drauf, die waren nicht schön, ziemlich sicher Ergebnis früher Prägungen. Darum kann ich auch nicht genug betonen, daß es extrem wichtig ist, den Hund möglichst früh in die gewünschte Richtung anzuleiten. Wo ich bei anderen Rassen dem Hund noch lange Zeit zum Kind sein geben kann oder vielmehr muß, ist es beim Terrier wirklich wichtig, ihm rechtzeitig zu zeigen, was sein Job ist, und was nicht. Sonst sucht der sich selber was zu tun, und das ist regelmäßig nicht das, was man brauchen kann.

Wenn man das so macht, und so, wie Du Deine Vorgehensweise beschreibst, ist das ja genau richtig, wird man einen guten Jagdhund bekommen, der auch im Alltag vom entsprechenden Führer handelbar ist. Betonung auf "wenn".
 
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Hallo liebe Leute!
Ich vermute mal, dass dieses Thema schon oft angesprochen wurde!
Mir wurde von einen deutschen Jagdterrier abgeraten.
Sie wären stur, hätten eine "ichwillichwillichwill" Einstellung wie kein anderer, sind nicht ruhig zu bekommen und kennen nichts außer jagen und können auch nichts anderes.
Ist es richtig das deutsche Jagdterrier so schwer zu Händeln sind?
Die djt die ich bis jetzt gesehen habe, waren eigentlich alle relativ ausgeglichen im alltäglichen Ablauf. Freue mich auf ernstegmeinte anworten!
Wmh


Wenn ich meinen Senf auch noch dazugeben darf.
Habe bis vor kurzen meinen 4ten Deutschen Jagdterrier gehabt, also fast 40 Jahre so gut wie nur diese Rasse zur Jagd beziehungsweise zig zig nachsuchen auf Grizzlybären, Schwarzbären, Elche, Wölfe und Pumas. So gut wie keine erfolglose nachsuche auch durch reißende Flüsse, nach 2 tägigem Dauerregen, tiefschnee, Kälte und was sonst nicht alles. Wer ein aggressiver Jäger ist, keine Angst hat gefährliches Grossraubwild nachzusuchen, dem kann ich keinen besseren Hund und Kumpel als ein DJT empfehlen.

Einziger nachteil, Reinrassige DJT sind hier in Kanada so gut wie nicht zu bekommen, somit bleibt nur selbstimport von Deutschland.

Just my two cents + Waihei - Karl
 
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Das Stimmt!
Mein Bruder/Onkel haben auch über mehrere Jahrzehnte DJT,daher kenne ich diese [emoji106]
Ich habe schon vieles / fast alles erlebt mit DD u. DJT!
Würde alles sprengen hier zu schreiben o. zu berichten [emoji4][emoji4][emoji4]

Ho-Rüd-Ho [emoji203][emoji203]
 
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Heute hab ich einen PRT. Die sind etwas....leichter zu führen. Man hat weniger Probleme....
...
guck ´nen Wurf Welpen mit 7-8Wochen an...einmal DJT und einmal PRT. Schon da sieht man unterschiede...Die PRT sind weniger "Explosiv".
Darum bin ich von schwarz auf weiss gewechselt.

Auch bei PRT sollte man nicht verallgemeinern... Mein PRT geht mitunter alleine jagen, in der Nachbarschaft hat sie auch schon drei Katzen gekillt usw. usf... So einfach ist - jedenfalls mein - PRT auch wieder nicht
 
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Zum wiederauferweckten Trööt

kann ich jetzt beisteuern, dass sich mein Neuer mit seinen nunmehr 8 1/2 Monaten nach wie vor gut macht; er hat alle Anlagen, die man sich von einem Jagdhund wünscht; am Gehorsam am Wild, sprich "abrufen, wenn er spurlaut wird" müssen wir noch arbeiten :mrgreen:, die Nase ist ausgezeichnet, das Spurhalten für sein Alter exzellent und er lernt sehr schnell, wendet es aber nicht immer an ...

Apport müssen wir nach wie vor üben, aber so langsam kriegt er den Dreh. Wenn er mal weg war (hinter Wild), ist er nach 20 Minuten wieder da und schaut mal nach dem rechten, wobei man ihn abrufen kann. Sonst geht er wieder. Wasser liebt er und er ist gut verträglich mit anderen Rüden, bei einigen (???) zeigt er die Zähne, da arbeite ich noch dran. Unlängst hat er das bei einem Großen Münsterländer in dessen haus gemacht und sich einen eingefangen - 2 Stunden später lagen die beiden schlafend im Korb des GM, wobei ich mir sicher bin, dass der DJT vorher noch den fremden Napf geplündert hatte :biggrin:

Mehr brauch ich nicht, um meine positive Meinung über DJT als Allrounder zu wiederholen,

Gruß,

Mbogo
 
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Horrido

Ein DJT ist der nächste der mir ins Haus kommt, zurzeit hab ich einen JRT, erziehung und beschäftigung machen das verhalten eines Hundes in meinen augen aus!
Ein bekannter nichtjäger hat einen DJT aus einer "schwarzzucht":evil:, warum auch immer und was er damit will konnte er mir noch nie erklären. Der Hund hat weder erziehung wie gehorsamkeit noch ist dieser ausgelastet. Sobald er von der Leine ist ist er am Stöbern, ob gewollt oder nicht macht die umliegenden Reviere unsicher. Er ist den Hund mehr am suchen wie sonst was, das nervt richtig.
Natürlich sollte er selbstständig Jagen und das ist auch sinn und zweck eines solchen Hundes, aber gehorsamkeit muss JEDER Hund haben, egal welche Rasse. Mein JRT läuft ohne Leine bei fuß, wenn ein Reh aufspringt will er loslaufen aber wenn ich es rechtzeitig mitbekomme und direkt befehl gebe "bleib" oder "nein" weiß er er darf nicht hinterher. Hat er seine 50m grenze erreicht und ich bis dahin kein komando gegeben habe sind die ohren auf durchzug. Was aber wiederrum typisches Terrier verhalten ist. Er Jagd ein Reh auch nicht weiter wie 500m dann bricht er ab, angefressen hat er bis heute noch keins soweit ich das sehen oder mitbekommen habe.

Aber zurück zum DJT, auch mein Kollege (Heideterrier) Führer rät vom DJT ab. Ich solle mir lieber einen Foxterrier holen.
Die gefahr am Bau ist beim DJT halt da und lässt sich auch nicht ändern aber damit muss man rechnen, und zum verhalten des Hundes trägt der Hundeführer selbst bei! Egal ob DJT, Pitbull oder was weis ich, wenn man sich mit dem Hund beschäftigt kann es eine noch so Jagende, Schützende... Rasse sein, aber seine "Arbeit" erst auf Komando verrichtet.
 
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Horrido

Aber zurück zum DJT, auch mein Kollege (Heideterrier) Führer rät vom DJT ab. Ich solle mir lieber einen Foxterrier holen.
Die gefahr am Bau ist beim DJT halt da ...

Die "Gefahr am Bau" ist beim Fox natürlich nicht gegeben, der heißt bloß so... :biggrin:

Wer solche Hundekenner konsultiert, der kann einfach nix falsch machen.

Mbogo
 
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Die "Gefahr am Bau" ist beim Fox natürlich nicht gegeben, der heißt bloß so... :biggrin:

Wer solche Hundekenner konsultiert, der kann einfach nix falsch machen.

Mbogo

Wer die beiden Rassen kennt, weiß schon, dass die Foxels zuchtmäßig (leider in meinen Augen) langsam aus der Bautüchtigkeit rauslaufen.
Normaler BU ist inzwischen beim Rüden um die 50-52cm und auch bei Hündinnen findest du so gut wie nichts mehr unter 45 BU.
Das macht das Einschliefen im Naturbau schon ein wenig mühselig.
Die DJT, die ich kenne, und das sind einige, sind da wesentlich zierlicher, Ausnahmen gibts immer.
 
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Nur meine Gedanken, möchte keinem irgendwas andichten oder unterstellen:

Ich führe als meinen zweiten Hund seit 1,5 Jahren jetzt einen DJT. (der erste war auch einer, nur leider hat sie das erste Jahr nicht erreicht...)


Letzten Samstag hatte ich meine Kleine zu einer Waldjagd mit - bei mir; hab sie nicht geschnallt. Ich konnte von mehreren Jägern/Standnachbarn nur Lob über die Standruhe meiner kleinen ernten. Kein singen, bellen, oder sonst was. Da haben einige DKK anders reagiert. auch beim Anblick von Wild war die Kleine Ruhig - klar etwas aufgeregt, aber durchaus IO.
Auch beim Schüsseltrieb blieb sie Ruhig liegen.

Habe meine Kleine beim Jagen bis auf die Kirrungsansitze immer bei mir.


Wie viele Besitzer von Terriern wollen genau so einen Hund wie ihr oben beschrieben habt?
Den meisten Führern gefällt es doch, wenn der DJT hält, packt, abwürgt und nebenbei noch ein riesen Geschrei Veranstalet.
Ob da der Hund was dafür kann?
 
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Also packen und halten sollte ein Terrier schon können und, wenns die Gelegenheit erfordert, auch mal einen Fuchs/Katze abwürgen.
Wie sollte sonst krankes Wild gestellt und gebunden werden, bis der Hundeführer kommt?
Ansonsten empfehle ich einen Labbi, der ist auch schön ruhig und apportiert noch dazu (ein Terrier übrigens auch...)
 
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Wer die beiden Rassen kennt, weiß schon, dass die Foxels zuchtmäßig (leider in meinen Augen) langsam aus der Bautüchtigkeit rauslaufen.
Normaler BU ist inzwischen beim Rüden um die 50-52cm und auch bei Hündinnen findest du so gut wie nichts mehr unter 45 BU.
Das macht das Einschliefen im Naturbau schon ein wenig mühselig.
Die DJT, die ich kenne, und das sind einige, sind da wesentlich zierlicher, Ausnahmen gibts immer.

Foxl aus jagdlicher Zucht

stehen den DJT an Raubwildschärfe in nichts nach und gehen auch in den Bau, auch wenn manche es möglicherweise schwerer haben...

Das "Problem" bleib das gleiche. Allerdings gehen beide nicht in Baue, wenn bei der DJ über der Erde genug los ist. Meine gingen / gehen bevorzugt unter Tage, wenn ihnen der Spaziergang zu langweilig ist - oder wenn ich sie schicke. Wenn's oben nach "Maggi" riecht, sind sie anderweitig beschäftigt.

Gruß,

Mbogo
 
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Hast ja recht, ist schon so.
Aber mein Vorgängerrüde kannte den Unterschied DJ/Baujagd und ist insgesamt nur dreimal eingeschlieft, einmal als ihm der Fuchs quasi über die Füße lief und die beiden anderen Male in einen Dachsbau, weil für Naturbau Fuchs war er in 99% der Fälle de facto zu groß.
Der Trend geht zum größeren FT, eben weil das Gros der Führer diese Bedenken haben. Nichtsdestotrotz ist die Rasse in meinen Augen zuerst mal eine Erdhundrasse.
 
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...

Letzten Samstag hatte ich meine Kleine zu einer Waldjagd mit - bei mir; hab sie nicht geschnallt. Ich konnte von mehreren Jägern/Standnachbarn nur Lob über die Standruhe meiner kleinen ernten. Kein singen, bellen, oder sonst was. Da haben einige DKK anders reagiert. auch beim Anblick von Wild war die Kleine Ruhig - klar etwas aufgeregt, aber durchaus IO.
Auch beim Schüsseltrieb blieb sie Ruhig liegen.

Habe meine Kleine beim Jagen bis auf die Kirrungsansitze immer bei mir.

Mein DJT besitzt durchaus ausgeprägte Standruhe. Wenn ich ihn beispielsweise am Drückjagdbock habe - was ja bestimmungsgemäß nicht die Regel ist - hält er Ruhe. Einzig, wenn ich dann ein Stück schieße, ist er kaum zu halten.

Wie viele Besitzer von Terriern wollen genau so einen Hund wie ihr oben beschrieben habt?
Den meisten Führern gefällt es doch, wenn der DJT hält, packt, abwürgt und nebenbei noch ein riesen Geschrei Veranstalet.
Ob da der Hund was dafür kann?

Das - suchen, packen, halten, würgen - ist ggf. genau das, was mein DJT tun soll. Nett wäre, wenn er das Würgen bei den Sauen nicht zwingend anwendet :biggrin: Letztlich ist das doch ein wesentlicher Teil des Aufgabenfeldes eines solchen Hundes. Mein Rüde ist sicher spurlaut und wenn ihn die Passion so richtig beutelt, kann er - im Jagdmodus - auch mal ein wenig hysterisch klingen. Das infernalische hochfrequente Gekreische mancher DJT empfinde ich allerdings auch eher als nervig.

Bei einer der letzten Bewegungsjagden hatte ich zwischenzeitlich gedacht, in der nahegelegenen Dickung klage eine Sau. Ich war gedanklich schon auf dem Weg zum Bail/ zur Sau als mir bewusst wurde, dass da ein DJT sein Ventil geöffnet hatte um lautstark Dampf abzulassen.

Apportieren kann mein DJT natürlich auch. Immerhin musste er bei der GP ja die klassischen Apportaufgaben absolvieren und hat das auch recht brav getan.


Grosso
 
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Ich führe eine DJT-Hündin und einen Patterdalerüden für alles was keine Nachsuche ist. Hauptsächlich Drück-und Baujagd.
Es sind extrem angenehme Hunde, IMMER für ALLES zu haben.
In der jugend können sie einen allerdings zur Weissglut treiben. Einen Terrier muss man halt eher bremsen als antreiben. Diese Sätze wie "der hat doch nur eine Frikadelle im kopf" usw. Kenne ich sehr gut. Meistens von Führern die keinen haben oder kaum jagen gehen.
Ein Terrier muss jagen gehen, er lebt dafür und er würde auch ohne nachzudenken dafür sterben!!!
Für Berufsjäger,Förster oder andere Vollblutjäger sind es tolle Hunde. Die meisten werden erst durch viel arbeit bedacht und sensibel für ihre arbeit.
So hart und verrückt diese Hunde im Busch oft sind, so liebebedürtfig sind sie im Alltag. Meine Hündin ist in vielen Bereichen deutlich sensibler als mein HS.

Es sind Hunde mit Charakter, auf die man sich immer verlassen kann. Aber bitte nur für Leute die öfter als 3 oder viermal die Woche rausgehen.
 
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1 Okt 2012
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Ich will den trööööt nochmal hoch holen 🙈
Habe seit über einem Jahr nun einen westfalenterrier!
Bin stolz auf ihn, war bei der Brauchbarkeit auf der roten Spur oben dabei.
auf der fährte ist er ruhig.
Danach bei dekndrpckjagden hat der schon an Sauen gezeigt was er kann 👍
Selbst apportieren liebt er!
hat bringfreude wie ein Labrador!🤣
Tolle Hunde, die viel Ruhe mitbringen!
 

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