Bergstock

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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Moorerpel:
Wie stabil ist solch ein Stock. Ich denke da besonders an die Verschraubungen. Wenn der Stock nicht genau senkrecht belastet wird. Könnte er dann an genau an diesen Stellen brechen.<HR></BLOCKQUOTE>

Der Typ bot die Teile in zwei Qualitäten an als Pirschstock oder als Bergstock.

Die Verschraubung macht einen sehr soliden Eindruck. Der Hasel steckt ein ganzes Stück in der Hülse, Schraube und Gewinde sind sehr massiv. Ich glaube nicht, dass er ausgerechnet an dieser Stelle bricht. Zuamal das restliche Holz federt.

Aber kauf Dir doch einfach die Gewinde und such Dir den Hasel selbst. Du sparst eine Menge Geld.

Mit sparsamen Grüßen

Sven (Schwabe)



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Um zu dieser Überlegung zu kommen muss man kein Schwabe sein. Dies fällt auch einem Niedersachsen ein. Ich hatte mir auch schon ähnliches überlegt. Da ich den Stock im Gebirge nutzen möchte ist mir die Stabilität sehr wichtig. Gerade beim queren eines Hanges wird der Stock mehr waagerecht als senkrecht eingesetzt. Man sollte sich immer gegen den Hang lehnen, ähnlich wie beim Skifahren. Der Stock dient dann als Stütze.
Werde es aber mal probieren mit selbst gebautem, teilbarem Stock. Danke für die Tipps.

@ Bratljaga
siehst Du! es gehen doch Bergjagdthemen.
biggrin.gif


@ Sven
wie waren denn die Bedingungen in Spanien bei der Muffeljagd. Bergland oder Wälder?
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Moorerpel:
Gerade beim queren eines Hanges wird der Stock mehr waagerecht als senkrecht eingesetzt. Man sollte sich immer gegen den Hang lehnen, ähnlich wie beim Skifahren. Der Stock dient dann als Stütze.
Werde es aber mal probieren mit selbst gebautem, teilbarem Stock.
<HR></BLOCKQUOTE>

Wie das mit dem Queren funktioniert und was das Abstützen bringt, habe ich nie verstanden. Erklär doch mal.

Mehr zu Spanien Wenn Du darüber hinaus noch Fragen haben solltest, melde Dich einfach.

Gruß

Sven
 
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Danke Sven,
ich hatte Deinen Reisebericht nur überflogen und irgendwie aus den Augen verlohren. Hab` jetzt nochmal genau gelesen.

Beim Queren eines steilen Hanges lehnt man sich etwas gegen den Berg. Sollte man abrutschen setzt man sich nur auf den Hosenboden und fällt nicht gleich kopfüber hinunter. Ich habe diese Technik sehr auf nassen Grassmatten schätzen gelehrnt. Gerade bei Feutigkeit sind Ausrutscher nicht zu vermeiden. Den Stock hält man fast waagerecht vor den Körper und stützt sich gegen den Hang damit ab. Beim Ausrutschen dient der Stock als drittes Bein, da er in Sturzrichtung zeigt. Außerdem ist es so nicht ganz so anstrengend, da der Stock entlastend wirkt.

WH
Moorerpel
 
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@ Moorerpel,

ja die Themen gehen,

hasst mich aber sauber gekirrt.
wink.gif


@ Sven,

wenn ich den Moorerpel noch leicht ergänzen darf. Der Bergstock quer gesetzt ermöglicht eine vertikale Haltung auch am Hang (wie Moorerpel schon mit Skifahren meinte), dadurch haben die Schuhe (Sohle bzw. Eisen)einen günstigeren Greifwinkel(=entspricht der Kante beim Ski);
ferner wird das (instinktive !) Anlehnen an den Hang vermieden, welches insbesondere auf Grasmatten, Eis, Schnee einen schlechteren Greiffwinkel der Sohle ergibt und zudem ein Eingreifen der Eisen in den Untergrund verschlechtert oder sogar verhindert.

Die erhebliche Entlastung hat Moorerpel schon dargelegt. Aus diesem Grund MUSS der Bergstock das Gewicht seines Verwenders tragen. Der Bergstock ist somit sowohl in der Länge als auch im Durchmesser anzupassen.
(Gilt aber nur für die Verwendung im Gebirge)


Pfüad Euch
 
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Gibt es solche Bergstöcke den so stabil und vor allem lang?
Ich hatte bisher Schwierigkeiten einen passenden zu finden (2m, 2 Zentner).
Aus diesem Grund hab ich mir selbst einen gebaut, der ist aber sehr schwer.
 
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@ Jochen

Sind deswegen im Münsterland die Telegrafenmäste so rahr geworden ?

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Gruss vom "Flachlandtiroler"
Bernhard
 
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Hallo Jochen,

ein solcher Hasel will gesucht sein (bei uns gibts entlang der Autobahn viele davon). Bezüglich des Gewichts handhabe ich das wie folgt:

Der Hasel wird im Dezember ausgespäht und Anfang Januar geschnitten (am besten mehrere).
Dann kommt er an einen trockenen nicht zu warmen Ort, und da ich mehrere habe, bleibt er da erst mal ein Jahr. Dann schaut man wie er geworden ist (von der Form) das Gewicht ist dann natürlich auch deutlich niedriger. Bei Deinem Gewicht sollte ein mittlerer Durchmesser von 3,5 cm ausreichen. Einen graden Hasel von 2m Länge sollte man ebenfalls auftreiben können. Er kann ggf. etwas kürzer sein, da ja noch die Metallspitze drankommt.

Bei Deiner und des Hasel Länge sollte man aber evt. aus Transportgründen an ein Gewinde in der mitte denken (nur beim Hasel natürlich
biggrinflip.gif
)

Wenn der Hasel als zu schwer erscheint, er ist Deine Lebensversicherung im Gebirge und wird ja nicht getragen sondern dauernd aufgesetzt bzw. benutzt. Ich kenne auf jeden Fall Ecken die ich mit einem zuvor gebrochenen Stock oder ohne nicht betrete. Bricht der Stock an solchen hat man ein Problem.

Aber in Tirol ist die Hubschrauberbergung ja in der Jagdhaftpflicht mit drin.

Pfüad di

p.s.: Den ganzen Zirkus musst du natürlich nur im Gebirge veranstalten.


[Dieser Beitrag wurde von Bratljaga am 02. M
 
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@ Jochen,

ich liege in der gleichen Gewichtsklasse, daher auch meine Bedenken. Im Flachland reicht auf jedenfall ein leiter, dünner Stock, auch bei uns im Harz ausreichend.

Im Gebirge ist nicht um das Mehrgewicht eines stabilen Stockes herumzukommen. Ich bin aber der Meinung, dass selbst ein sechs Zentimeter starker Haselnussstock seinen Träger nicht übermäßig belastet, wenn der Stock gut durchgetrocknet ist und in den Proportionen zum Jäger passt.

@ Bratljaga,
danke für die zusätzlichen, erklährenden Worte. Du hast eben doch mehr Erfahrung im Berg.

Moorerpel
 
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Dem Dank für die Einführung am Hang schließe ich mich an. Zur Trocknung vielleich noch ein Hinweis.

Mir hat ein Jagdausbilder geraten, den geschnittenen Hasel zunächst noch zwei Tage zu wässern. Danach zwei Löcher in die Enden und Schnur durch. Am der oberen wird der Hasel aufgehängt, an der unteren mit einem Stein (Jutesack mit Sand) beschwert. Das soll den Stock geradeziehen. Vor dem Einsatz wird der Stock natürlich gekürzt, um durch die Löcher keine Sollbruchstellen zu erzeugen.

Ich habe es nicht probiert, finde aber, dass es logisch klingt.

Gruß ins Wochenende

Sven

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@ Bratljaga,
bring` mal einen Stock mit! Die Stärke müsstest Du wissen.

Moorerpel
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Zwilling:
@ Jochen

Sind deswegen im Münsterland die Telegrafenmäste so rahr geworden ?

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Gruss vom "Flachlandtiroler"
Bernhard
<HR></BLOCKQUOTE>

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hahaha 1000 gummipunkte
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mit erheitertem gruß
dirk
 
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Also, ich habe zwar keinen Bergstock mangels Berge aber doch einen Pirschstock bzw Zielhilfe. Der ist auch nicht aus hasel sondern aus einem ca 4-5 cm starkem Rundholz.Das habe ich mir in einer Sägerei genau mittig teilen lassen und, meiner Körpergröße angepasst, gekürzt. Dann habe ich die beiden Enden in der Mitte durchgesägt und mit Flügelmuttern versehen, soich das Ding sogar zerlegen kann. Wenn ich ihn nicht brauche, liegt der Zeilstock zerlegt im Auto und ist im Bedarfsfall immer bereit. Damit kann man zwar nicht in die Berge, aber als zuverlässige Gewehrauflage möchte ich das Ding nicht mehr missen.
 
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Mir hat ein Jagdausbilder geraten, den geschnittenen Hasel zunächst noch zwei Tage zu wässern. Danach zwei Löcher in die Enden und Schnur durch. Am der oberen wird der Hasel aufgehängt, an der unteren mit einem Stein (Jutesack mit Sand) beschwert. Das soll den Stock geradeziehen. Vor dem Einsatz wird der Stock natürlich gekürzt, um durch die Löcher keine Sollbruchstellen zu erzeugen.

Ich habe es nicht probiert, finde aber, dass es logisch klingt.

Gruß ins Wochenende

Sven

[/B][/QUOTE]

Hab ich auch schon gehört, aber noch nicht probiert. Werde ich zusammen mit der Verschraubung testen. Auf Grund der langen Trockenzeit sind keine schnellen Ergebnisse zu erwarten. Da im Harz Hasel nur selten vorkommt, dauert die Beschaffung auch etwas.

Gruß ins Wochende? Schon Feierabend?

Moorerpel
 
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Moorerpel,

soll ich noch mal suchen gehn und einen mitbringen ?

Ist aber schon März. Haas hat gesagt muss im Januar geschnitten werden.

@ Sven

Wenn Du noch einen suchst kann ich Dir auf der Messe in M. einen Tipp geben.

Pfüad Euch
 

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