Sollen Polizisten verletztes Wild nach Unfällen töten?

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Einer meiner Jagdfreunde ist RBB hier und eine andere Bekannte Ausbilderin an der Fachhochschule der Polizei hier in der Nähe.
Was passiert, wenn man als Polizist die Schusswaffe einsetzt (Wildunfall), habe ich life mitbekommen, unglaublich welche Bürokratie und welche Hürden. Kein Wunder, dass die Polizisten lieber defensiv bleiben.

Und gut ausgebildet, wie immer betont wird: ich lach mich tot. Die Ausbildung ist eine Farce. Armes Deutschland. Allein der Sporttest 🤣. Genau wie der Schießnachweis. Teilnahme reicht. Ergebnis: uninteressant. Oh je.
Einer von den RBB's ist so übergewichtig, niemals könnte der wen zu Fuß verfolgen.
 
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Ich kenne das Thema seit meiner ersten Tage im Schießsport, viele Polizisten im Verein, die meisten gerade im Bereich Kurzwaffe aktiv.

In der Anfangszeit vor allem ein großes Problem, nur Vollmantel Munition in der Dienstwaffe.
Dieses Thema hat sich mittlerweile geändert, geblieben ist der Wissenstand um das Thema Fangschuss und der allgemeine Trainingsstand.

Der bürokratische Akt den der Schusswaffengebrauch nach sich zog, wurde schon erwähnt.

Zumindest früher hatte jede größere Polizei Wache in BaWü ein G3 SG1 im Zugriff.
Es war offiziell zum Abschuss von entlaufenem Schlachtvieh und auch für das Thema Fangschuss bei wehrhaftem Wild vorgesehen. Es war aber nur eine sehr kleine Anzahl von Beamten mit der Waffe ausreichend vertraut.
 
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Der bürokratische Akt ist das befüllen einer Zeile in einer exel Tabelle und Schießprüfungen gibt es genau so. Weil es ein paar übergewichtige Polizisten gibt, kann nun kein Polizeibeamter mehr zu Fuß gehen… Wahnsinn was hier wieder für Fake News unterwegs sind.
 
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Der bürokratische Akt ist das befüllen einer Zeile in einer exel Tabelle und Schießprüfungen gibt es genau so. Weil es ein paar übergewichtige Polizisten gibt, kann nun kein Polizeibeamter mehr zu Fuß gehen… Wahnsinn was hier wieder für Fake News unterwegs sind.
Ich denke das müssen wir nicht vertiefen oder. Das Klischee des fetten angetrunkenen Dorf-Sheriffs muss ich für meinen Teil nicht bedienen. Das Thema Kurzwaffenschießen ist bei der Polizei im Schnitt genau so gut oder eben genau so schlecht wie bei der Jägerschaft.
 
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Manche hier scheinen zu vergessen, dass es 17+ verschiedene Polizeien gibt. Und dass sich Zeiten ändern.

Und die Jägerschaft möchte ich sehen, die querschnittlich so gut mit der KW umgeht wie der Polizeidurchschnitt 🙄
Btw: auf 25 m Löcher in die Mitte einer Scheibe stanzen hat nur in Teieln etwas mit „(gut) Kw schießen können“ zu tun…
 
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Ich kann die ganze Debatte hier nicht verstehen. Was geht uns das eigentlich an ? Wild ist erst mal grundsätzlich herrenlos. Und wenn die Polizei zehnmal den Fangschuss gibt, geht mich das nichts an. Und die Tierkörperbeseitigung geht mich auch nichts an, auch die Nachsuche, für den Fall dass das Stück nach der Kollision noch abgeht, geht mich als Jäger auch nichts an.
Wir Jäger drängeln uns da bloß immer wieder rein und fühlen uns verantwortlich , wo es nichts zu verantworten gibt.
Wenn die Jägerschaft eins bis zwei Jahre sich aus allen Wildunfällen mal raus halten würde und der Staat müsste sich um jedes einzelne Stück kümmern, vom Fangschuß bis hin zur Entsorgung der Kadaver, dann würde wir eine ganz andere Wertschätzung erfahren.
So drängeln wir uns überall auf, erledigen Dinge für die wir gar nicht zuständig sind und die Gesellschaft und der Staat pisst uns überall an.
Bitte versteht mich nicht falsch. Wir erledigen hier einen kostenlosen Service, ganz selbstverständlich, weil wir es schon immer so gemacht haben und lassen uns bei der nächstbesten Gelegenheit wieder in den A... treten.
Deshalb kann ich diese ganze Debatte hier nicht verstehen, mich lässt das völlig kalt. Sollen sie doch den Fangschuß geben und sich anschließend auch um den Rest kümmern.
Was denkt ihr wie schnell auf den Ämtern das Gejaule los geht, " aber wir haben doch gar kein Personal dafür" kann ich sie schon jammern hören. So wird ein Schuh draus.
Und ob die nun gut oder schlecht schießen ist auch nicht unser Problem. Der Staat macht doch überall total überzogene Tierschutzgesetzte. Dann sollen sie sich kümmern das ihre Beamten auch zügig ein Stück erlösen können.
Steht der Jäger mitten in der Nacht auf um ein Stück zu erlösen, wird er als Dank dafür bei der nächsten Gelegenheit als Tierquäler beschimpft und der Staat unternimmt rein gar nichts dagegen.
Wir sollten langsam mal anfangen die ganze Gängelei, die wir seit einigen Jahren zu ertragen haben, aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.
 
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Ich kann die ganze Debatte hier nicht verstehen. Was geht uns das eigentlich an ? Wild ist erst mal grundsätzlich herrenlos. Und wenn die Polizei zehnmal den Fangschuss gibt, geht mich das nichts an. Und die Tierkörperbeseitigung geht mich auch nichts an, auch die Nachsuche, für den Fall dass das Stück nach der Kollision noch abgeht, geht mich als Jäger auch nichts an.
Wir Jäger drängeln uns da bloß immer wieder rein und fühlen uns verantwortlich , wo es nichts zu verantworten gibt.
Wenn die Jägerschaft eins bis zwei Jahre sich aus allen Wildunfällen mal raus halten würde und der Staat müsste sich um jedes einzelne Stück kümmern, vom Fangschuß bis hin zur Entsorgung der Kadaver, dann würde wir eine ganz andere Wertschätzung erfahren.
So drängeln wir uns überall auf, erledigen Dinge für die wir gar nicht zuständig sind und die Gesellschaft und der Staat pisst uns überall an.
Bitte versteht mich nicht falsch. Wir erledigen hier einen kostenlosen Service, ganz selbstverständlich, weil wir es schon immer so gemacht haben und lassen uns bei der nächstbesten Gelegenheit wieder in den A... treten.
Deshalb kann ich diese ganze Debatte hier nicht verstehen, mich lässt das völlig kalt. Sollen sie doch den Fangschuß geben und sich anschließend auch um den Rest kümmern.
Was denkt ihr wie schnell auf den Ämtern das Gejaule los geht, " aber wir haben doch gar kein Personal dafür" kann ich sie schon jammern hören. So wird ein Schuh draus.
Und ob die nun gut oder schlecht schießen ist auch nicht unser Problem. Der Staat macht doch überall total überzogene Tierschutzgesetzte. Dann sollen sie sich kümmern das ihre Beamten auch zügig ein Stück erlösen können.
Steht der Jäger mitten in der Nacht auf um ein Stück zu erlösen, wird er als Dank dafür bei der nächsten Gelegenheit als Tierquäler beschimpft und der Staat unternimmt rein gar nichts dagegen.
Wir sollten langsam mal anfangen die ganze Gängelei, die wir seit einigen Jahren zu ertragen haben, aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.
Einerseits Zustimmung, falls das Stück tod ist.
Aber wenn noch lebend oder mobil mit Nachsuche, dann steht dad Tierwohl an erster Stelle!
 
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Ein guter Kumpel von mir, ist hier bei der örtlichen Polizei. Aufgrund der Lage, dass hier 2 große Autobahnen vorbei gehen und diverse Bundes- und Landesstraßen wurden einige Polizisten (er auch) speziell für Fangschuss geschult. Im örtlichen Hauptpolizeirevier sind noch aus Bader-Meinhof Zeiten einige G3 in .308 auf Lager. Hierfür wurde Teilmantel-Munition angeschafft und bei Wildunfällen auf den ABs werden die dafür Ausgebildeten rausgeschickt mit G3 im Kofferraum. Das funktioniert mehr oder minder gut. Froh sind sie doch alle, wenn der JAB den Fangschuss anträgt...
 
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308 Fangschuss.... Da ist die Hinterlandgefahr oder selbst von Splittern getroffen zu werden extrem... Aber wirkt
 
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Sobald ein Wild-Tier vom Auto berührt wird fühle ich mich als Jäger in dem Revier zuständig das Stück zu finden. Wenn es sofort tot ist kann sich gerne auch jemand anderes um die Leiche kümmern. Wenn wir das auch machen helfen wir den Leuten bei uns auf dem Dorf/Gemeinde die das sonst sehr umständlich entsorgen müssten (Tierkörperbeseitigung). Eine Hand wäscht die andere.
 
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Ich kann die ganze Debatte hier nicht verstehen. Was geht uns das eigentlich an ? Wild ist erst mal grundsätzlich herrenlos. Und wenn die Polizei zehnmal den Fangschuss gibt, geht mich das nichts an. Und die Tierkörperbeseitigung geht mich auch nichts an, auch die Nachsuche, für den Fall dass das Stück nach der Kollision noch abgeht, geht mich als Jäger auch nichts an.
Wir Jäger drängeln uns da bloß immer wieder rein und fühlen uns verantwortlich , wo es nichts zu verantworten gibt.
Wenn die Jägerschaft eins bis zwei Jahre sich aus allen Wildunfällen mal raus halten würde und der Staat müsste sich um jedes einzelne Stück kümmern, vom Fangschuß bis hin zur Entsorgung der Kadaver, dann würde wir eine ganz andere Wertschätzung erfahren.
So drängeln wir uns überall auf, erledigen Dinge für die wir gar nicht zuständig sind und die Gesellschaft und der Staat pisst uns überall an.
Bitte versteht mich nicht falsch. Wir erledigen hier einen kostenlosen Service, ganz selbstverständlich, weil wir es schon immer so gemacht haben und lassen uns bei der nächstbesten Gelegenheit wieder in den A... treten.
Deshalb kann ich diese ganze Debatte hier nicht verstehen, mich lässt das völlig kalt. Sollen sie doch den Fangschuß geben und sich anschließend auch um den Rest kümmern.
Was denkt ihr wie schnell auf den Ämtern das Gejaule los geht, " aber wir haben doch gar kein Personal dafür" kann ich sie schon jammern hören. So wird ein Schuh draus.
Und ob die nun gut oder schlecht schießen ist auch nicht unser Problem. Der Staat macht doch überall total überzogene Tierschutzgesetzte. Dann sollen sie sich kümmern das ihre Beamten auch zügig ein Stück erlösen können.
Steht der Jäger mitten in der Nacht auf um ein Stück zu erlösen, wird er als Dank dafür bei der nächsten Gelegenheit als Tierquäler beschimpft und der Staat unternimmt rein gar nichts dagegen.
Wir sollten langsam mal anfangen die ganze Gängelei, die wir seit einigen Jahren zu ertragen haben, aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.
Doch es geht uns etwas an.

Zum einen steht es in meinem/unseren Pachtvertrag und damit habe ich mich ja verpflichtet.

Zum anderen möchte ich, dass es professionell abläuft. Nur wenn ich oder ein Vertreter nicht mehr können, soll die Polizei das Ganze regeln.. Warum? Nun ich habe immer wieder Wildunfälle, zuletzt letzte Woche. Reh angefahren, auf 3 Läufen dreiviertelmobil. Was soll die Polizei denn da machen. Im Gelände rumballern?

Wenn die Polizei anruft, frage ich immer nach ob das Stück schon tot ist. Dann reicht auch der nächste Tag. Wenn Sie es nicht wissen, sollen sie es klären. Wenn sie vor Ort sind, sollen sie die Fahrbahn markieren, dann finde ich es schneller. Klappt immer, auch nachts um 0300 Uhr

Wenn es noch lebt und nicht sichtbar ist, bitte ich um eine genaue Angabe, auch mit nachtelefonieren. Das bis bis auf 2x über Jahre gut geklappt. 1x war die Polizei vor Ort für einen Fangschuss. 4 Schüsse auf ein Reh, das war grenzwertig - aber sie lernen das auch nicht.

Und Unfallbeteiligte schicke ich immer weg, wenn ich Fangschuss antragen muss oder mit dem Messer abfange. Ich entsorge auf dem Luderplatz oder Konfiskat, wenn ich schnell da war, wird es Hundefutter. Und die 40€ für die Versicherungsbescheinigung nehme ich auch gerne mit.

Die gesellschaftliche Diskussion juckt mich an der Stelle nicht. Ich will mit der Polizei ordentlich zusammenarbeiten, die beziehen ja auch dauernd Prügel und sind die Deppen der Nation.
 

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