Jagderlebnisse auf youtube

z/7

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Sehr interessant. Das mit den Hunden hat er nicht so recht begriffen, aber der Rest ist plausibel. Viel Arbeit ist relativ, wenn man den Rest des Jahres keine Zeit in die Jagd investieren muß.

Der Knackpunkt ist, was macht Otto Normaljäger mit der Zeit? Der hat die Jagd ja grade als zeitvertreibendes Hobby. Intervalljagd ist für viele schon ein Graus. Was will man da mit einer Jagd pro Jahr?
 
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Der Knackpunkt ist, was macht Otto Normaljäger mit der Zeit? Der hat die Jagd ja grade als zeitvertreibendes Hobby. Intervalljagd ist für viele schon ein Graus. Was will man da mit einer Jagd pro Jahr?
Nun, nach dem Konzept wird 1x im Jahr nur mit 50 „Profis“ (nicht Hobbyjägern) gejagt. Letztere braucht es in dem Konzept nicht.

Allerdings frage ich mich schon, wo er echte 50 Profis herbekommen möchte, wenn das Konzept Deutschlandweit eingeführt werden soll.

Rein rechnerisch haben wir 10,7mio ha Waldfläche in Deutschland, das Jahr hat 365 Tage und er jagt auf mit 250ha mit 50 Schützen (5ha/Schütze). Dh es bräuchte allein 5864 Profi-Schützen, die jeden Tag des Jahres auf einer DJ sind. Wenn wir jetzt nur die DJ-Saison und die Arbeitswoche betrachten, sind wir bei 32.838 Profi-Schützen. Ok, da braucht es aber mind. nen Tourbus.


Spaß beiseite, grundsätzlich kann es, wenn man mal das politische Geplänkel ignoriert, sicher mit guten und erfahrenen Schützen in einigen Gegenden funktionieren. Hier eher nicht, da ist der Zuzug zu hoch.
 
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Nun, nach dem Konzept wird 1x im Jahr nur mit 50 „Profis“ (nicht Hobbyjägern) gejagt. Letztere braucht es in dem Konzept nicht.

Allerdings frage ich mich schon, wo er echte 50 Profis herbekommen möchte, wenn das Konzept Deutschlandweit eingeführt werden soll.
Auf kurz oder lang wird das beim "Forst" bei uns auch kommen. Die "Profis" bekommt man vielleicht noch 😉, aber wer oder was bringt dann denen das Wild vor die Büchse ? Aber immerhin warten dann 18 Nachsuche Teams auf ihren Einsatz.
 

steve

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Mich würde es wirklich in der Praxis interessieren, ob das klappt oder unters große Latinum fällt. Dem Wild käme eine Verringerung des Drucks durchaus zugute. Die Jagdzeiten sind theoretisch irre lang und werden in der Praxis schon häufig extrem ausgeschöpft.

Darüber hinaus, sagen wir es klappt und ich schaffe es an einem einzigen Tag das Rehwild so einzunorden, dass ich bald Tannen und Eichen mähen muss, wie sieht das im Frühjahr aus? Zum Beginn der Vegetationsperiode möchte man meinen, sind die Reviere wieder besetzt? Mit Rehwild hab ich keine Erfahrung, aber versuche ich das beim Fuchs kann ich mich von meinem Niederwild verabschieden. Bei dem ist der Verbiss des Terminaltriebes nämlich endgültig und an einem Tag mag ich vieles erreichen können, aber nichts was länger als 3 Wochen hält.
 
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Mich würde es wirklich in der Praxis interessieren, ob das klappt oder unters große Latinum fällt. Dem Wild käme eine Verringerung des Drucks durchaus zugute. Die Jagdzeiten sind theoretisch irre lang und werden in der Praxis schon häufig extrem ausgeschöpft.
Der Kommentar unter dem Film bringt zumindest einen Großteil der jagdlichen Realität und der daraus resultierenden Probleme solcher Konzepte exakt auf den Punkt!

Ich darf deshalb mal zitieren:

"Na ja, das Jagdkonzept mag ja beim Rehwild eventuell funktionieren, aber meine Erfahrung aus ähnlich bejagten Waldrevieren zeigt, dass dieses Konzept beim Schwarzwild, also einer Schalenwildart mit einer Reproduktionsrate von 220- 280%, komplett versagt .
In derartigen Revieren, wo das "Wildtiermanagement" sich fast ausschließlich auf waldrelevante Schalenwildarten beschränkt (und dann auch noch mit nur einer einzigen Bewegungsjagd!!!), entstehen immer wieder "Wellness - und Rückzugs - Bereiche" für das Schwarzwild und diese dienen dann aufgrund der Reproduktions- und Verhaltensbiologie des Schwarzwildes als Hot-Spot und unendlicher Quell für nicht mehr unangepasste Schwarzwildbestände!
Solche eine Jagdstrategie in Zeiten der ASP sind extrem egozentrisch und eigentlich auch unverantwortlich!"


Bezeichnend für dieses Luftschloss ist auch die nicht stattfindende Reaktion auf den sachlich verfassten, kritischen Kommentar, wobei Herr Bode sich bei den unkritischen Kommentaren selbst und auch den Kommentatoren ordentlich auf die Schulter klopft!
Besser kann man eine "Echo - Blase" nicht dokumentieren!
 
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z/7

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Darüber hinaus, sagen wir es klappt und ich schaffe es an einem einzigen Tag das Rehwild so einzunorden, dass ich bald Tannen und Eichen mähen muss, wie sieht das im Frühjahr aus? Zum Beginn der Vegetationsperiode möchte man meinen, sind die Reviere wieder besetzt?
Nach meiner Erfahrung funktionieren solche Konzepte ganz gut unter sehr spezifischen Voraussetzungen. Angefangen mit der Betriebsgröße, die Zuzug von außen absorbieren kann oder eben nicht. Dann ist der Waldbau und der Standort, auf dem dieser betrieben wird, von Bedeutung. Auf verjüngungswilligen Böden läßt sich gut Rehe züchten, die Verjüngung läuft jedes Jahr reichlich auf, zum verfüttern. Auf kargen Böden, womöglich trocken, sieht das gleich ganz anders aus. Wäre interessant, die Betriebe zu erfahren, wo das praktiziert wird.

Was andere Wildarten betrifft, warum sollte es nicht möglich sein, das Schwarzwild ebenso kräftig zu dezimieren mit einer Jagd? Die bejagte Fläche muß halt groß genug sein, daß die lokalen Rotten auch sicher irgendwo im Treiben sind, und nicht gleich rausflutschen.

Interessant fand ich vor allem die Positionierung der Stände und das gezielte Angehen. Der Effekt ist ja bekannt. Das so konsequent durchzustylen hat was. Erfordert halt große Disziplin der Schützen, mit beliebigen Jagdscheininhabern funktioniert das vermutlich nicht.
 
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